Grüne Initative für Ausbau der Bahnunterführung am Fischerweg

Die Idee ist alt, das Problem auch. Gröbenzell ist durch die Bahnlinie in zwei Hälften geteilt: Gröbenzell-Nord und -Süd. Dies hat erhebliche Auswirkungen auf die Wohn- und Lebenssituation der Einwohner, weil z.B. die meisten Einkaufsmöglichkeiten und fast alle öffentlichen Einrichtungen im Süden sind. Es gibt drei Querungen der Bahnlinie, zwei in der Ortsmitte (Unterführungen Kirchen-/Bahnhofstraße und Freyastraße) und eine im Osten (Zillerhofstraße), aber keine im Westen. Es gibt zwar einen Tunnel am Ascherbach, der Fischerweg und Ascherbachstraße verbindet, aber der ist nur kriechenderweise zu nutzen. Bei etwas höherem Wasserstand bekommt man nasse Füße, der Durchgang ist formal sogar gesperrt.

Nun sind in den 90er Jahren Versuche unternommen worden, diesen Tunnel zu einer bequemen Fußgänger- und Radfahrer-Unterführung auszubauen. Das scheiterte damals an den enormen Kosten, die die Bahn für die Fahrbeschränkungen während der Bauzeit berechnet hätte. Nun haben die Gröbenzeller GRÜNEN, gemeinsam mit dem Bund Naturschutz Gröbenzell und einem Verkehrsplaner (Thomas Brückner, Architekt und Diplom-Ingenieur, Verkehrsforum Fürstenfeldbruck) überlegt, wie man den seit Jahrzehnten immer wieder angedachten Ausbau ermöglichen könnte. Die Initiatoren legen hierfür einen Planungsentwurf vor, der mit geringen baulichen Maßnahmen und überschaubaren Kosten eine bequem nutzbare Verbindung für Fußgänger und Radfahrer ermöglichen würde und zugleich eine deutliche Verbesserung der Kreuzungssituation der Birkenstraße, Ascherbachstraße und dem Sonnenweg schaffen würde.

Dazu haben wir eine Idee belebt, die bereits 1993 erwogen wurde: Die Nutzung des bestehenden Brückenbauwerks als Fuß- und Radweg und daneben die Schaffung einer neuen Bachdurchquerung des Bahnkörpers durch Durchpressung/Bohrung eines Rohres mit 1100mm Querschnitt östlich des jetzigen Bauwerks. Damit würde der Bach aus der Unterführung herausverlegt, dieser sollte auf eine lichte Durchfahrtshöhe von 2,50m tiefergelegt werden und eine neue Sohle mit ca 2,50m Breite geschaffen werden. Die Wände der Unterführung sollten per Hochdruckinjektion stabilisiert werden und die Zufahrten als auftriebssicherer Trog angeschlossen werden. Die Kosten wurden 1993 auf 560.000 DM plus 173.000 DM für die Freianlagen plus Mwst. geschätzt, in der Summe rund 1 Mio DM.

In der Zwischenzeit hat sich Gemeinderat mit der Thematik mehrmals beschäftigt, aber auf den Ratschlag eines in Gröbenzell wohnenden Tiefbauexperten hin gegen den Umbau des bestehenden Tunnels und für einen Neubau ausgesprochen. Dazu wird aktuell eine Machbarkeitsstudie erstellt, die auch den Kostenrahmen abschätzen soll.

Wir GRÜNEN befürchten nun, dass sich die Geschichte wiederholt und der sicher wünschenswerte Neubau wegen zu hoher Kosten verworfen wird. Wir bleiben daher bei unserer Idee, lieber eine kleine, kostengünstig machbare Lösung anzustreben als die schöne neue, aber kaum zu finanzierende.

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