Kommunalwahlprogramm der GRÜNEN in Gröbenzell

Unsere Ziele für ein grünes Gröbenzell

Dies ist das Programm 2014-2020, das neue Kommunalwahlprogramm 2020 - 2026 wird gerade erarbeitet.

 
Präambel
 
Gröbenzell ist eine lebenswerte Gemeinde mit einem grünen Gartenstadtcharakter, den die große Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger schätzt und bewahren will. Gleichzeitig ist unser Ort ein Teil der Metropolregion München. Siedlungsdruck und Verkehrslast stellen für eine nachhaltige Entwicklung und die Lebensqualität in unserem Ort eine Gefahr dar - zugleich bietet die gute wirtschaftliche Entwicklung auch zahlreiche Chancen, die es zu nutzen gilt.
 
Wir GRÜNEN wollen die Zukunft Gröbenzells in einer Weise gestalten, die die Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger erhält oder gar verbessert, die die Umwelt im Interesse der jetzigen und künftiger Generationen bewahrt und die es unserer Gemeinde erlaubt, sich in allen Bereichen nachhaltig zu entwickeln. Nachhaltigkeit bedeutet ein Wirtschaften, das nicht auf Kosten unserer Kinder und Enkel funktioniert, Nachhaltigkeit bedeutet einen verantwortungsvollen Umgang mit Finanzen, Rohstoffen, Energien, unserem Klima und unseren Zukunftschancen. Dabei muss ausgleichend auf die Interessen und Bedürfnisse aller Generationen Rücksicht genommen werden. 
 
Eine Planung mit Weitblick ist in Gröbenzell in den letzten Jahren verloren gegangen. Insbesondere in der Bauleitplanung wurden Einzelentscheidungen ohne Konzept die Regel. Wir wollen eine  Diskussion über die langfristigen Ziele der Ortsentwicklung anstoßen und den 30 Jahre alten städtebaulichen Rahmenplan, der Grundlage der gültigen  Flächennutzungs- und Bebauungspläne ist, zeitgemäß weiterentwickeln. Wir GRÜNEN wollen unter Beteiligung möglichst vieler Bürger eine Zukunftsvision für Gröbenzell entwickeln und diese zur Grundlage aller gemeindlichen Planungen machen. Die Lebensqualität im Ort, der Erhalt seines grünen Charakters und die Nachhaltigkeit des Gemeinwesens sind nach unserer Vorstellung vorrangige Ziele. Daraus ergibt sich für uns, dass zusätzliches Baurecht grundsätzlich nur für Einrichtungen von öffentlichem Interesse ausgewiesen werden soll und vorhandene Grünflächen und Freiflächen am Ortsrand erhalten bleiben müssen. Bei öffentlichen Bauvorhaben ist für uns immer das Interesse der Allgemeinheit vorrangig vor den Interessen von Investoren. 
 
In der Gemeindeverwaltung wollen wir einen politischen Klimawechsel erreichen: Weg von einsamen Entscheidungen in Hinterzimmern, weg von Mauscheleien, hin zu einem offenen politischen Handeln, hin zu Transparenz und Bürgernähe. Die Bürgerinnen und Bürger unseres Ortes haben sich in der Vergangenheit stets in einem außergewöhnlich hohen Maß an der Diskussion über öffentliche Belange beteiligt und wollen vor weitreichenden Entscheidungen gehört werden. Wir und unser Bürgermeisterkandidat Daniel Holmer stehen zu einem Mehr an Bürgerbeteiligung und direkter Demokratie. 
 
Lebensraum Gröbenzell - Ortsentwicklung, Energie und Umwelt
 
Ja zur Energiewende vor Ort
 
Wir GRÜNEN waren und sind seit unserer Gründung die treibende politische Kraft einer Energiewende, abseits der unbeherrschbaren Atomenergie und dem Verbrauch von endlichen fossilen Rohstoffen mit ihren klimaschädlichen Wirkungen. Für den Landkreis Fürstenfeldbruck streben wir die Energieautarkie bis zum Jahr 2030 an. Wir bekennen uns zu einer Zukunft, die die Energieversorgung durch Regenerative Energien sichert, Speichermöglichkeiten für Zeiten hoher Nachfrage schafft und gleichzeitig den Energieverbrauch deutlich reduziert. Für bestehende Gebäude (auch Gewerbeimmobilien) setzen wir auf eine deutlich verbesserte Isolierung, vorzugsweise aus natürlichen Materialien, auf Grundwasser- und Luftwärmepumpen und auf solare Heizungsunterstützung. Bei Mehrfamilienhäusern und größeren Gebäuden wollen wir die energieeffiziente Wärmegewinnung durch Blockheizkraftwerke, die Strom und zugleich Wärme liefern, nutzen. Für neu errichtete Gebäude sollen künftige Bebauungspläne Niedrig- oder Nullenergie-Standards vorschreiben. Eine energieoptimierte, vorzugsweise kompakte und damit auch flächensparende Bauform, wie auch eine energieeffiziente Dachgestaltung und -ausrichtung, soll Zielsetzung aller Bebauungspläne werden. 
 
Da Gröbenzell nahezu bis an alle Gemeindegrenzen bebaut ist, gibt es keine Möglichkeit, innerhalb unseres Ortgebietes große Windenergieanlagen zu errichten. In einem Abstand von 800 – 1000 Metern zur nächsten Wohnbebauung sind uns Windräder aber auch im Umkreis durchaus willkommen, sofern eine ausreichende Windgeschwindigkeit in Rotorhöhe nachgewiesen ist. Windkraft von Anlagen an Land ist die effizienteste und preisgünstigste regenerative Energie und ihr regionaler Einsatz erspart viele Hochspannungstrassen. Die Erarbeitung eines landkreisweiten "Teilflächennutzungsplan Windkraft" unterstützen wir ausdrücklich, solange er nicht zur Verhinderungsplanung mutiert. Die finanzielle Beteiligung der Gemeinde Gröbenzell an Windparks über die Komm-Energie begrüßen und unterstützen wir. 
 
Zur autonomen regenerativen Energiegewinnung auf Gemeindegebiet bieten sich uns im Wesentlichen zwei Möglichkeiten an: Sonnenstrahlung in Form von Wärme (Solarthermie für Warmwasser und Heizungsunterstützung) und als Strom mittels Photovoltaik(PV)-Anlagen zu gewinnen. Dafür müssen in noch sehr viel höherem Maße unbeschattete Dachflächen mit Solar-Panelen bestückt werden. Ein Solarkataster, wie wir es beantragt haben, soll Hausbesitzern eine einfache Möglichkeit an die Hand geben, die Eignung des eigenen Hausdachs zur solaren Energieproduktion einzuschätzen. 
Wir wollen erreichen, dass neu gebaute oder neu sanierte gemeindliche Gebäude grundsätzlich mit Solarstromgewinnung ausgestattet werden, soweit die Besonnung dies zulässt. Zusätzlich sollen vorhandene Gebäude auf ihre diesbezügliche Eignung hin überprüft werden. Möglichst alle Gewerbe-Immobilien mit großen Dachflächen sollen mit Photovoltaikelementen bestückt werden, ebenso sollten die großen Parkflächen von Supermärkten überdacht und zur Stromgewinnung genutzt werden. Künftige Stromnetze auf der Basis regenerativer Energien benötigen technische Einrichtungen zur Stromspeicherung und Verbrauchssteuerung. Entsprechend unterstützen wir schon heute die vorausschauende Installation von intelligenten, nachfragegestützten Stromzählern und Pufferspeichern. Beim Strombezug für kommunale Einrichtungen und Gebäude fordern wir seit vielen Jahren die Umstellung auf 100% echten Ökostrom, nicht nur Strom aus alten Wasserkraftwerken. Wir wollen dauerhaft keinen Strom aus Kohle und Atom in Gröbenzell!
 
Im Bereich der Energieeinsparung gibt es noch große Potentiale. So haben wir GRÜNEN immer wieder Anstöße für effizientere Straßenbeleuchtung, sparsamere Fahrzeuge und für die energetische Sanierung von Gebäuden gegeben. Die Gröbenzeller Schulen wurden in den letzten Jahren bereits weitgehend saniert, beim Rathaus und bei vielen öffentlichen Gebäuden gibt es großen Sanierungsbedarf. Die Gemeinde muss ihr Beratungsangebot ausbauen, was Einsparmöglichkeiten, z.B. bei Heizungen und Gebäudeisolierung, betrifft.  
 
Vorbildcharakter der Gemeinde 
 
Um ihren Bürgern ein Vorbild zu sein, sollte die Gemeinde möglichst schnell ihren Strombezug vollständig auf Ökostrom umstellen. Bei der Beschaffung von Elektrogeräten sollten nur Geräte der besten Energieeffizienzstufe angeschafft werden, der Fuhrpark der Gemeinde soll (soweit für den jeweiligen Zweck verfügbar) auf Elektromobile oder Hybridfahrzeuge umgestellt werden. Bei gemeindlichen Bauten muss höchster Isolierungs- und Energiestandard vorgegeben werden.   
 
Ja zur Baumschutzverordnung 
 
Wir sind uns bewusst, dass wir in einem sehr dicht besiedelten Ort wohnen. Gerade deshalb ist es für uns von herausragender Bedeutung, die verbleibenden Freiflächen zu erhalten, den grünen Charakter des Ortes zu bewahren und der weiteren Zersiedelung unseres Lebensraumes Einhalt zu gebieten. Da wir um den hohen Wert des Baumbestandes in Gröbenzell für die Lebensqualität wissen und der größte Teil der Bäume in privaten Gärten steht, bekennen wir uns ausdrücklich zum Erhalt der Baumschutzverordnung und fordern eine konsequente Kontrolle von Ersatzpflanzungen, auch über die Drei-Jahresfrist hinaus. Im Zweifel müssen Bäume auch Vorrang vor Solarenergie haben, denn die Einsparung von Kohlendioxid durch Bäume ist weitaus größer als diejenige durch Photovoltaikanlagen. Im Winterdienst muss der Einsatz von Streusalz weiter begrenzt werden und soweit möglich durch abstumpfendes Streugut ersetzt werden, um Straßenbäume weniger zu gefährden. Bäume, die in den letzten Jahren wegen Streusalzschäden gefällt wurden, z.B. in der Bahnhof- und Kirchenstraße, sollen ersetzt werden.
 
Blühendes Gröbenzell
 
Öffentliche Grünflächen werden in Gröbenzell zumeist als Rasenflächen gestaltet, die einen hohen Pflegeaufwand durch häufiges Mähen erfordern. Eine Extensivierung der Pflege und selteneres Mähen würde Kosten einsparen und zu einem größeren Artenreichtum in den Grünflächen führen. Geeignete Rasenflächen könnten zu Blühwiesen umgestaltet werden, die nicht nur durch die Optik erfreuen, sondern auch Weideflächen für Bienen und Lebensraum für zahlreiche Kleinlebewesen werden. Wir  befürworten eine Selbstverpflichtung der Gemeinde für die Nutzung von torffreien Pflanzerden, um wertvolle Hochmoore zu schützen. 
 
Renaturierung der Gröbenzeller Bäche - auch als Hochwasserschutz
 
Im Rahmen des Klimawandels werden häufigere Starkregenereignisse und damit häufigere Hochwassersituationen erwartet. Die Begradigung der Gröbenzeller Bäche in der Vergangenheit hat die Hochwassergefährdung erhöht. Wir streben eine Renaturierung der Bäche an, z.B. durch Ausweitungen der Rückhaltezonen dort, wo die Ufersäume nicht bebaut sind. Dies erhöht den ökologischen Wert der Gewässer und reduziert die Hochwassergefahr. Eine naturnahe Bepflanzung der Böschungen stabilisiert die Hänge und reduziert durch ihre Beschattung den Bewuchs des Bachbettes. 
 
Böhmerweiher
 
Gegen den Widerstand der Gröbenzeller GRÜNEN beschloss die Mehrheit des Gemeinderates, dass am Böhmerweiher ein Freizeitgelände mit überregionalem Einzugsgebiet entstehen soll. Im Falle eines Ausbaus wird es zu einem massiven Parksuchverkehr in den angrenzenden Wohngebieten kommen. Wir wollen den Erhalt des Böhmerweihers als stilles Erholungsgebiet ohne zusätzliche Parkplätze. 

Mobilfunk

Gröbenzell verfügt über ein gut ausgebautes Mobilfunknetz. Die Errichtung weiterer Mobilfunkmasten lehnen wir strikt ab. Wir wollen die Inbetriebnahme des in der Entstehung befindlichen Mastes am Bauhof verhindern.
 
Umwelt- und Klimaschutz ist Voraussetzung für eine lebenswerte Zukunft
 
Der Anspruch, unsere Umwelt zu schützen mag für andere ein Lippenbekenntnis sein. Für uns GRÜNEN ist es eine zentrale Forderung. Unsere Umwelt und unser Klima zu schützen ist die Grundvoraussetzung für den weiteren Bestand des Lebens von Menschen auf diesem einzigen Planeten, den wir als Lebensraum haben. Umwelt ist die Luft, die wir atmen, das Wasser, das wir trinken, der Boden, auf dem wir unsere Nahrung anbauen, aber auch die Biosphäre – Pflanzen wie Tiere – die viele lebenswichtigen Funktionen für uns übernehmen und uns zugleich ernähren. 
 
KommEnergie 
 
Die Kommunalisierung der Stromversorgung ist aus grüner Sicht sehr wünschenswert. Allerdings wurde bei der Gründung der KommEnergie als Energieversorger für Eichenau, Gröbenzell und Puchheim vieles falsch gemacht: der Einstiegspreis war überteuert und von den selbstgesteckten Zielen (relativ niedrige Stromtarife, spürbare Gewinne für die Gemeinden, sowie das Angebot umwelt- und klimaverträglicher Produkte) ist die KommEnergie immer noch weit entfernt. Durch die Konstruktion der KommEnergie als Gemeinschaftsunternehmen mit E.ON ist eine langfristige vertragliche Bindung an E.ON gegeben. Der Konzessionsvertrag wurde im Jahre 2005 mit einer Laufzeit von 20 Jahren abgeschlossen. Trotzdem sollte nach Wegen gesucht werden, um die institutionelle Verbandelung
mit dem Stromkonzern zu beenden. Die Dominanz von E.ON muss beendet werden! Auch im aktuellen Status sind zahlreiche Veränderungen/Verbesserungen dringend angesagt. So sind größere Transparenz, zeitnahe Informationen und auch die Beteiligung der Gemeinderäte bei wesentlichen Schritten der KommEnergie einzufordern. Vergaben der KommEnergie haben in wirklichem Wettbewerb stattzufinden, so dass auch andere Bieter als die E.ON zum Zuge kommen können.
Umgekehrt müssen selbstverständlich auch die Gemeinden künftig die Stromversorgung
ihrer Liegenschaften transparent und diskriminierungsfrei ausschreiben und vergeben.
Zwar steht zu erwarten, dass hier auch in Zukunft die KommEnergie zum Zuge
kommt, weil sie im Gespann mit E.ON ein so günstiges Angebot macht, dass der Auftrag
nicht verloren geht. Von den im Wettbewerb gefundenen günstigen Preisen profitieren
dann aber die Gemeinden. Sinnvoll wäre es schließlich auch, wenn die KommEnergie
die technische und kaufmännische Betriebsführung übernehmen würde, um die Abhängigkeit von E.ON zu verringern.
Auch das Angebot an regenerativer Energieproduktion muss in Zukunft erhöht werden. Wir begrüßen die Initiative der KommEnergie, sich an regionalen Windparks zu beteiligen. Zur weiteren Entwicklung wollen wir Modelle zur Solardachvermietung anregen, bei der Hausbesitzer ihre private Dachfläche zur Strom- oder Wärmeproduktion gegen Mietzahlung zur Verfügung stellen und für größere Vorhaben Bürgerenergie-Genossenschaften anstoßen. 
 
Ortszentrum
 
Der Bereich der westlichen Bahnhofstraße von der Bahnlinie bis zum ehemaligen Grünen Baum war Gegenstand des ersten Gröbenzeller Bürgerbegehrens. Wir GRÜNEN haben diesen erfolgreichen Bürgerentscheid mitinitiiert und bekennen uns zu seinem Ergebnis, insbesondere zur Ablehnung eines größeren Supermarktes, für den in der Bahnhofstraße weder ausreichend Bauraum noch Platz für den nötigen Parkraum vorhanden ist. Erst recht ist die Straße nicht in der Lage, den zusätzlichen Verkehr eines großen Supermarktes aufzunehmen. 
Das Ergebnis des Architektenwettbewerbs und der Bürgerwerkstatt wollen wir umsetzen. Eine abfallende Gebäudehöhe von der Bahnlinie Richtung Norden und von der Bahnhofstraße Richtung Westen halten wir für richtig, den Erhalt des wertvollen Baumbestandes beim Grünen Baum für unabdingbar. Ein höheres Gebäude direkt an der Bahn, also im Zentrum des Ortes, könnte als Schallschutz für die nordwärts liegende Bebauung dienen und sinnvoll von einem Hotel genutzt werden, für das in Gröbenzell Bedarf vorhanden ist. Die unmittelbare Nähe zum S-Bahnhof wird zu einer Nutzung durch Einzelreisende führen, wenn eine vernünftige Größenordnung nicht überschritten wird. 
In der Bahnhofstraße wollen wir eine gesunde Mischung aus kleinteiligem Gewerbe, Gastronomiebetrieben und Geschosswohnungsbau umsetzen. Vor allem die zusätzlichen Einkaufsmöglichkeiten und die Ansiedlung eines Cafés würden auch zu einer Aufwertung des gesamten Gröbenzeller Nordens führen und die Trennung unserer Gemeinde durch die Bahnlinie zumindest etwas mildern.

Die Kirchenstraße ist wahrlich kein Schmuckstück für Gröbenzell: Bunt zusammengewürfelte Architektur, zu wenig Platz für Fahrradfahrende, hohe Bordsteinkanten als Hindernis für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, Kinderwägen oder Fahrrädern, fehlende Fahrradabstellmöglichkeiten vor den Geschäften und ein insgesamt eher trauriges Erscheinungsbild lassen eine grundlegende Umgestaltung dringend nötig erscheinen. Ein solches Mammutprojekt lässt sich aber nicht einfach umsetzen, weil der Grund und Boden unter den Gehwegen teilweise privaten Anliegern gehört, die daher zwingend mit eingebunden werden müssen. Außerdem hat  Gröbenzell mit der kompletten Überplanung und Neubebauung der südlichen Bahnhofstraße bereits ein  Großprojekt in Angriff genommen, das alle Kräfte der Gemeindeverwaltung bindet. Wir dürfen uns daher nicht verzetteln, sondern wollen lieber erst ein Projekt vernünftig zu Ende führen, ehe ein anderes begonnen wird – sonst entsteht in beiden Fällen nur Flickwerk.

Bevor  ein vernünftiges Gesamtkonzept für die Kirchenstraße vorliegt, sollten  wir allerdings bereits jetzt die dringlichsten Maßnahmen angehen und sie nicht mit dem Hinweis auf ein noch zu erstellendes Gesamtkonzept auf die lange Bank schieben. Zu den Sofortmaßnahmen gehört die Beseitigung aller hohen Bordsteinkanten in der Kirchenstraße, damit Menschen mit Fahrrädern, Kinderwägen oder Mobilitätseinschränkungen bequem die Straßenseite wechseln können – und auf der anderen Seite auch wieder hindernisfrei auf den Bürgersteig gelangen.

Intelligenter Flächentausch

Unsere Feuerwehrwache aus dem Jahr 1974 genügt nicht mehr den modernen Anforderungen – zugleich müsste sie in den kommenden Jahren teuer saniert werden. Daher schlagen die Grünen folgendes Modell vor, dass in Gesprächen mit dem Grundstückseigentümer und den betroffenen Stellen weiterdiskutiert werden soll:
Die Gemeinde erwirbt das Grundstück des Möbel Fahr und verlagert die Feuerwehr und die Malteser- Rettungswache, die beide auf gemeindeeigenen Grundstücken an der Wildmoosstraße stehen, dorthin. Die Lage der beiden Wachen mitten im Wohngebiet ist sehr ungünstig, weil Zu- und Abfahrt der Einsatzfahrzeuge und ihrer Besatzungen durch schmale, auf Tempo 30 reduzierte Straßen erfolgen und im Spechtweg zwei Bodenwellen verlegt sind, die ein Herunterbremsen der Einsatzfahrzeuge auf Schrittgeschwindigkeit erforderlich machen. Am Grundstück des jetzigen Möbel Fahr in der Olchinger Straße sind Zu- und Abfahrten über eine Hauptverkehrsstraße deutlich einfacher zu bewerkstelligen.

Auf dem durch den Umzug der Wachen frei werdenden Gelände möchten wir gemeindeeigene Wohnungen errichten. Die bereits bestehende Wohnbebauung auf dem Gelände der Feuerwehr soll selbstverständlich erhalten blieben. Mit dem Umzug der Feuerwehr und der Malteser erhalten wir die einmalige Gelegenheit, auf gut gelegenen, gemeindeeigenen Grundstücken dringend benötigten Wohnraum zu schaffen und zugleich das Gelände des leer stehende Möbelhauses einer sinnvollen Nutzung zuzuführen.

Bewältigung des Bevölkerungszuwachses in der Metropolregion München
 
Der Großraum München wächst unaufhaltsam. In den nächsten Jahren wird die Bevölkerungszahl der Landeshauptstadt München und des Landkreises Fürstenfeldbruck nach allen Prognosen um jährlich mehrere tausend Menschen wachsen. Allein in Lochhausen entstehen derzeit Wohneinheiten für mehrere tausend Menschen; in Freiham sollen schon in wenigen Jahren 20.000 Menschen leben. Zugleich wird die Paulaner-Brauerei in Langwied bis 2017 einen Produktionsstandort errichten.
Diese Entwicklung stellt Gröbenzell vor große Herausforderungen:
Insbesondere die Bewohner von Olching und den westlich davon gelegenen Orten nutzen die Staatsstraße durch Gröbenzell, wenn sie mit dem Auto nach München fahren wollen. Zugleich kommen die Menschen aus Lochhausen nach Gröbenzell, um hier einzukaufen, weil es in Lochhausen an entsprechender Infrastruktur fehlt.
Schon jetzt erstickt die Staatsstraße im Verkehr. Wir brauchen daher dringend einen weiteren Ausbau der S-Bahn und einen ganztägigen 10-Minuten-Takt, um die Menschen zu bewegen, mit der S-Bahn und nicht mit dem Auto nach München zu fahren.
Wir müssen massiven Druck auf die Landeshauptstadt München ausüben, damit diese Einkaufsmöglichkeiten in Lochhausen schafft, damit die dortigen Bewohner nicht länger gezwungen sind, zu den Großmärkten in Gröbenzell zu fahren, was erheblich zur Verkehrslast auf unserer Staatsstraße beiträgt.
Außerdem müssen wir verhindern, dass Schwerlast- und sonstiger Zulieferverkehr für die geplante Brauerei in Langwied durch Gröbenzell geführt wird.
 
Bauen

Wir GRÜNEN werden uns wie in der Vergangenheit für eine Vereinfachung des Baurechts in Gröbenzell einsetzen. Bereits in den letzten Jahren ist es uns gelungen, die Vorgaben zu Dachformen und

-neigungen, Kniestockhöhe und Firstrichtung zu liberalisieren. Die ursprünglichen Vorgaben waren aus unserer Sicht nicht mehr geeignet, um den Herausforderungen der Zukunft in einem an Bodenfläche armen Gröbenzell gerecht zu werden. Insgesamt dienen diese Novellierungen auch der Energieeffizienz von Neubauten und einer optimalen Nutzung der regenerativen Energieerzeugung. Hier wurde durch einen Bonus für energiesparendes Bauen bei der Geschossflächenzahl (GFZ) ein weiterer wichtiger Schritt bereits gegangen. Wir GRÜNEN fordern, einen Bonus für flächensparendes Bauen zu schaffen, um der voranschreitenden Flächenversiegelung entgegenzutreten. Grundsätzlich favorisieren wir höhere Gebäude mit einer geringen Grundfläche statt flachen Gebäuden mit einem großen Anteil an versiegelter Fläche. Gleichzeitig ist auch bei der Neubebauung den veränderten Bedürfnissen einer älter werdenden Gesellschaft Rechnung zu tragen. Ein Bonus für barrierefreie Bauformen ist daher ebenso wünschenswert. Wir wollen die Voraussetzungen schaffen, um innovative  ökologische Architektur zu ermöglichen, etwa durch begrünte Dächer, Photovoltaik-Fassadenelemente oder Dämmung mit Naturstoffen. Gröbenzell darf kein gesichtsloser Ort werden - wir freuen uns über innovative, mutige Architektur insbesondere im privaten Bereich.

 

Friedhof

Wir sprechen uns für die Erweiterung der Aussegnungshalle und die Erneuerung der technischen Anlagen darin aus. Außerdem unterstützen wir alternative Bestattungsformen.

Mobilität und Verkehr 
 
Mobilität ist ein Grundbedürfnis der Menschen und eine Notwendigkeit. Menschen müssen zu ihrem Arbeitsplatz und zurück gelangen, sie müssen Besorgungen erledigen und sie wollen sich auch in der Freizeit bewegen. Der dadurch bedingte Verkehr muss sinnvoll gestaltet werden. In der Vergangenheit wurde Verkehr oftmals mit PKW-Verkehr gleichgesetzt. Gerade in Gröbenzell gibt es aber Alternativen zum Auto, das die Umwelt und die Anwohner in hohem Maße belastet. Ein zeitgemäßes Verkehrskonzept für Gröbenzell ist dringend erforderlich; ein Konzept, das auch absehbaren Entwicklungen wie der Elektromobilität Rechnung trägt. Oberste Priorität hat dabei die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer, insbesondere die der besonders gefährdeten Fußgänger und Radfahrer.  
 
Öffentlicher Nahverkehr  
 
Der öffentliche Nahverkehr ist das wichtigste Verkehrsmittel in Gröbenzell. Nahezu 6000 Auspendler verlassen Gröbenzell werktäglich, um zur Arbeit zu fahren (3500 davon arbeiten in München), aber auch eine steigende Zahl von derzeit ca. 2600 Einpendlern kommen nach Gröbenzell zur Arbeit. Für sie sind die S-Bahn und die MVV-Zubringer-Busse das wichtigste Verkehrsmittel. Wir GRÜNEN wollen die Attraktivität der S-Bahn erhöhen, unter anderem mit Hilfe eines durchgängigen 10-Minuten-Takts tagsüber, mit durchgängigen und regelmäßigen Nachtlinien (stündlich während der Woche und halbstündlich am Wochenende), und einem größeren Anteil von Langzügen in den Hauptverkehrszeiten. Ein ungerechter Tarifsprung an der Grenze von München benachteiligt Gröbenzellerinnen und Gröbenzeller und führt zu unnötigem Autoverkehr auf der überlasteten Straße nach Lochhausen. Wir wollen uns für eine bessere Tariflösung einsetzen.
  
Wir bekennen uns ausdrücklich zum Ausbau der U5 von Laim nach Pasing. Sie ist eine kostengünstige, schnell realisierbare und leistungsfähige Schnellbahnverbindung nach und durch München. Für den Bruchteil der Kosten einer zweiten S-Bahn-Stammstrecke könnte damit eine technisch völlig unabhängige Schnellbahn durch München errichtet werden, die bis auf die letzten vier Kilometer bereits existiert und bei allen Störungen der S-Bahn-Stammstrecke eine angemessene Ersatzlösung darstellen würde. Die Linie U5 hat viele Verknüpfungen zum bestehenden Schnellbahnnetz und ist eine ideale Ergänzung. Von den eingesparten Beträgen könnte das gesamte MVV-Schnellbahnnetz profitieren, sei es durch den Ausbau der S-Bahn-Außenäste, durch Investitionen in den Fuhrpark, oder durch die Stabilität des Gesamtsystems. 

Ortsbuslinie mit Anschluss an MVV realisieren
 
Eine Ortsbuslinie durch Gröbenzell halten wir für realisierbar und sinnvoll. Insbesondere nördlich der Bahnlinie fehlt in Gröbenzell ein öffentlicher Nahverkehr, der Bürgerinnen und Bürgern eine bequeme und regelmäßige Verbindung zwischen Wohnung und S-Bahnhof bzw. Ortszentrum und Geschäften herstellt. Gegenüber dem gescheiterten Versuch in der Vergangenheit hat sich die Altersstruktur in Gröbenzell deutlich geändert, was zu einem höheren Bedarf führt. Unverzichtbar ist die Einbindung in das MVV-Tarifsystem. Aus Umweltschutzgründen bevorzugen wir Busse mit Elektro- oder Hybridantrieb.  
 
PKW-Verkehr 

Der Individualverkehr per PKW ist in Gröbenzell an einer Belastungsgrenze angekommen. Insbesondere die Augsburger- und Olchinger Straße sind in den Spitzenzeiten völlig überlastet und von regelmäßigen Staus betroffen. Da die topographische Situation Gröbenzells keine Umgehungstraße zulässt und die absehbare Bevölkerungsentwicklung in den umliegenden Kommunen wie Olching und im Münchner Westen eine weitere Zunahme des PKW-Verkehrs erwarten lässt, kann die Antwort nur eine Politik der Vermeidung des Individualverkehrs sein. Nur wenn viele Mobilitätsbedürfnisse ohne PKW-Nutzung möglich werden, kann der verbleibende PKW-Verkehr akzeptabel gestaltet werden. Bausteine dieser Vermeidungsstrategie sind die Steigerung der Attraktivität des ÖPNV (S-Bahn und Buslinien), die wohnortnahe Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs (insbesondere Lebensmittel) und die Schaffung von attraktiven Alternativen. Dazu gehören bequeme und sichere Fahrradwege, insbesondere für den Verkehr innerhalb Gröbenzells; zunehmend aber auch für die Mobilität in die umliegenden Orte. Wir erwarten uns bei dieser Zielsetzung Unterstützung durch erfolgversprechende Entwicklungen bei der Elektro-Mobilität und bei Kommunikationsmöglichkeiten, die Pendlerströme begrenzen (Home-Office). Die bereits erfolgten Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung in Wohngebieten durch Tempo 30-Zonen und verkehrsberuhigte Bereiche (Spielstraßen) halten wir für sinnvoll. 

Durch eine abknickende Vorfahrt an der Kreuzung Eschenrieder Straße und der Straße Am Zillerhof wollen wir Durchgangsverkehr aus den Wohngebieten im nördlichen Gröbenzell fernhalten. Autofahrer, die von der Autobahn oder aus Richtung Dachau kommen und ins südliche Gröbenzell oder weiter Richtung Olching fahren möchten, könnten so über die Straße Am Zillerhof geleitet werden, was die Anwohner der Eschenrieder Straße spürbar entlastet würde. An der Kreuzung Pfarrer-Thaurer-Straße/Am Zillerhof muss die Sicherheit für Fußgänger und Fahrradfahrer verbessert werden, da es hier wiederholt zu gefährlichen Situationen für Fußgänger und Radfahrer, aber auch für abbiegende Autos kommt.

Verkehr in der Bahnhofstraße

Beim Ausbau der südlichen Bahnhofstraße wird es notwendig sein, nicht nur die Bebauung zu überplanen, sondern auch die Verkehrssituation, um mögliche Gefährdungen, insbesondere von Fußgängern und Radfahrern (Schulweg!) zu minimieren. Dies ist insbesondere deshalb von großer Dringlichkeit, da auf der westlichen Seite der Bahnhofstraße deutlich mehr Verkehr durch Ein- und Ausfahrten aus den neu zu bebauenden Grundstücken entstehen wird. Desweiteren gilt es, die Gefährdung für Radfahrer und Fußgänger durch „Geisterradler“ auf der westlichen Seite einzudämmen. Letztlich wird diese Situation durch die vielen Einmündungen von Straßen und Parkplatzeinfahrten auf der östlichen Seite der Bahnhofstraße hervorgerufen. Aus unserer Sicht wäre ein sogenannter „Shared Space“, auf dem alle VerkehrsteilnehmerInnen gleichberechtigt wären, die beste Lösung für die gesamte Bahnhofstraße, beginnend vom Bahnhof, bis zur Einmündung der Birkenstraße. In der Schweiz werden solche Modelle, dort bekannt als „Begegnungszonen“, bereits vielfach mit großem Erfolg praktiziert. Letztlich haben diese Begegnungszonen zu einem zügigeren und sichereren Verkehrsfluss aller Verkehrsteilnehmer geführt. Auch andere Fraktionen des Gröbenzeller Gemeinderates denken bereits über diese Form der Verkehrsführung nach. Die Idee eines „Shared Space“ sollte aus unserer Sicht auch dringend bei zukünftigen Planungen für die Kirchenstraße in Erwägung gezogen werden.
 
Fahrrad - Chancen für ein Verkehrsmittel mit Zukunft nutzen

In Gröbenzell sind viele Wege mit dem Fahrrad kürzer und schneller als mit dem Auto. Wir wollen erreichen, dass immer mehr Wege im Ort mit Rädern zurückgelegt werden. Durch die Nutzung des Fahrrads werden die Umwelt und der eigene Geldbeutel geschont. Angesichts der ständig steigenden Preise für fossile  Brennstoffe wie Diesel und Benzin und deren nahender Verknappung bedeuten Investitionen für den Fahrradverkehr auch Investitionen für ein Verkehrsnetz der Zukunft. Die sich entwickelnde Elektromobilität wird künftig auch für ältere und weniger sportliche Menschen Chancen bieten, ihre Mobilität mittels Elektrorädern zu gewährleisten.

Damit das Fahrrad für möglichst viele Gröbenzellerinnen und Gröbenzeller attraktiv genug erscheint, um Kurzstreckenfahrten mit dem Auto zu vermeiden, ist es dringend notwendig, die vorhandene Infrastruktur des Fahrradverkehrs zu verbessern.  

Um Verbesserungen zu erreichen, reicht es häufig aus, kleinere Veränderungen vorzunehmen. Als Beispiel sei die von uns GRÜNEN bereits durchgesetzte Einrichtung einer Fahrradstraße am Sonnenweg genannt, die bei den Bürgerinnen und Bürgern auf große Zustimmung stößt. Wir wollen daher weitere geeignete Straßen auf dem Gemeindegebiet in Fahrradstraßen umwidmen; hier kommen insbesondere die Gröbenbachstraße, die Graßlfinger Straße und die Hans-Sachs-Straße in Frage, da es sich bei diesen Straßen einerseits um Schulwege handelt, andererseits dort aufgrund der baulichen Voraussetzungen von Autofahrern bereits jetzt extrem vorsichtig gefahren werden muss.

Um die Sicherheit zu erhöhen, ist es dringend geboten, die Markierungsstreifen für Radfahrer auf den Fahrbahnen öfters zu erneuern, insbesondere gilt dies für die rot markierten Streifen an Straßeneinmündungen. Die Absenkung von Bordsteinkanten an verschiedenen Punkten des Gröbenzeller Radwegenetzes würde den Fahrradfahrern, aber auch Menschen mit Rollatoren oder Rollstühlen das Vorwärtskommen erheblich erleichtern. 

Wir fordern die Entwicklung eines Fahrradabstellkonzepts, um mehr und besser geeignete Fahrradabstellplätze, insbesondere vor den Eingängen des Gröbenzeller Einzelhandels, zu schaffen. Vor einigen Läden in der Gröbenzeller Ortsmitte findet sich nach wie vor kein einziger Fahrradständer. Fahrräder mit Anhänger zum Transport der Besorgungen müssen ebenso Platz finden wie Räder mit Kindersitzen. Fußgänger sollten sich von Radabstellmöglichkeiten nicht gestört fühlen.
 
Um die Fahrradabstellmöglichkeiten für Bike&Ride-Pendler in der Nähe des S-Bahnhofs zu verbessern, halten wir an unserer bereits im Gemeinderat beantragten Planung eines sogenannten „Radhauses“ in der neu zu gestaltenden Bahnhofstraße fest. 

Die oftmals rechtswidrige Kennzeichnung von Radwegen als "benutzungspflichtig" sollte in unserer Gemeinde überprüft werden. Studien zufolge sinkt mit einer Nutzung der normalen Fahrbahn durch Fahrradfahrer auch die Unfallgefahr. Diesen Erkenntnissen sollte sich auch die Gemeinde Gröbenzell nicht verweigern, um ihren Bürgerinnen und Bürgern ein sicheres Vorwärtskommen mit dem Fahrrad zu ermöglichen. Radwege mit häufig einkreuzenden Seitenstraßen und/oder Ein- und Ausfahrten von Parkplätzen anliegender Einkaufsmärkte sind Unfallschwerpunkte. Wir setzen uns im Bereich der Supermärkte an der Olchinger Straße und am Großen Wertstoffhof für die Schaffung eines Radweges auf Straßenniveau mit farbiger Markierung ein, um die gefährlichen Ein- und Ausfahrten sicherer zu machen.  

Neben dem innerörtlichen Fahrradverkehr muss auch dem zunehmenden überörtlichen Radverkehr Rechnung getragen werden. Daher fordern wir den Einsatz der Gemeinde in übergeordneten Gremien zur Verbesserung des Fahrradverkehrs auf Strecken außerhalb Gröbenzells. Hier ist beispielsweise eine Optimierung und Erweiterung der Fahrradrouten nach München zu nennen, oder die verschiedenen Streckenalternativen zum nahegelegenen Lußsee. Wir fordern, den Fahrradweg neben der Staatsstraße nach Olching mit einer Beleuchtung zu versehen. Dank LED-Technik und Bewegungsmeldern könnte dies stromverbrauchsarm und bedarfsgesteuert geschaltet werden. 
Eine Verbesserung des überörtlichen Radwegenetzes würde auch den stark steigenden Verkaufszahlen von Pedelecs und E-Bikes entsprechen, mit denen künftig zunehmend auch weitere Strecken zurückgelegt werden.
 
Keine Ortsumgehungsstraßen in Olching 

Wie setzen uns entschieden gegen den geplanten Bau der Umgehungsstraße von der Anschlussstelle der B 471 bei Esting zur Staatsstraße zwischen Gröbenzell und Olching ein. Das hieraus resultierende Verkehrsaufkommen würde Gröbenzell, aber z. B. auch die Gemeinde Eichenau in einem unverhältnismäßigen Ausmaß belasten. Angesichts des bereits täglich stattfindenden Verkehrsinfarktes auf Augsburger und Olchinger Straße wäre dies aus unserer Sicht unverantwortlich.  
 
Lärmschutz ist Gesundheitsschutz
 
Verkehr verursacht gesundheitsgefährdenden Lärm, den wir im Sinne eines vorbeugenden Gesundheitsschutzes mindern wollen. 
 
Sehr viele Menschen in Gröbenzell wohnen an Straßen, die sie tagtäglich mit Lärm belasten. Wir GRÜNEN haben bereits in der Vergangenheit die Ausrüstung aller Durchgangsstraßen in Gröbenzell mit Flüsterasphalt gefordert und werden dieses sinnvolle Ziel weiter anstreben. Ansonsten setzen wir auf angepasste Tempolimits; vor allem in Anliegerstraßen halten wir Tempo 30 oder eine Spielstraßenregelung für sinnvoll.
 
Entlang den Bahnstrecken durch Gröbenzell sind mittlerweile viele Lärmschutzwände entstanden, die vielen Menschen im Ort eine Erleichterung bringen sollten. Wir haben uns in der Vergangenheit und werden uns auch künftig für deutlich mehr transparente Lärmschutzwände im Ortszentrum einsetzen. Außerdem kritisieren wir die ausführenden Tochtergesellschaften der Deutschen Bahn ausdrücklich dafür, dass nicht überall dort, wo es zugesagt wurde und möglich gewesen wäre, optisch gefällige „Gabionenwände“ aus Drahtschotterkästen errichtet worden sind.

Wir werden uns dafür einsetzen, dass die grünliche Wand entlang der "Hexe" ebenfalls mit transparenten Elementen im oberen Bereich ausgeführt wird, damit vom Norden kommend die Sichtachse zur Kirche erhalten bleibt.
 
Der Flugverkehr zum und vom Flughafen München belastet Gröbenzell durch Lärm und Abgase. Besonders bei Ostwind wird Gröbenzell durch gestaffelten Anflugverkehr in niedriger Höhe zum Flughafen München belastet. Wir begrüßen daher die Entwicklung, dass Fluggesellschaften aufgrund wirtschaftlicher Überlegungen weniger Flugzeuge, dafür aber größere einzusetzen. Die von uns vorhergesagte kontinuierlich sinkende Zahl von Starts und Landungen seit 2008 bestätigt, dass eine dritte Start- und Landebahn am Flughafen München eine unnötige und ökologisch unverantwortbare Fehlinvestition gewesen wäre. Wir werden uns auch weiterhin dafür einsetzen, dass keine dritte Startbahn am Flughafen München gebaut wird. 
Wir lehnen einen Ausbau des Flughafens in Oberpfaffenhofen ab. Auch hier wäre Gröbenzell in unmittelbarer Nähe der Einflugschneise.
 
Bildung und Betreuung
 
Familienfreundliche Gemeinde

Wir  wollen ein familienfreundliches Gröbenzell. Wir GRÜNEN wollen dies zu einem zentralen Anliegen unserer Politik machen. Im Rahmen der gemeindlichen Politik können wir unterstützend eingreifen. Wir wollen einen bedarfsdeckenden Ausbau der Kinderbetreuung, denn wir nehmen den Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz ernst. Eine  wohnbereichsnahe Versorgung ist dabei wünschenswert. 
Die Gebühren für die Kinderbetreuung sollen nach dem Einkommen der Eltern gestaffelt werden, damit der Zugang zu den Einrichtungen nicht vom Geldbeutel abhängt. 
Mittelfristig müssen wir zu einer Kostenfreiheit der Kinderbetreuung in Kindergärten und -krippen kommen. Es sollte in allen  Kindereinrichtungen frisch gekochtes Mittagessen, biologisch ausgewogen, mit regionalen Gemüsen angeboten werden. Das Mittagessen muss für alle Kinder bzw. Eltern bezahlbar sein.
Ein wichtiger Punkt bei der Vereinbarkeit von Kindererziehung und Beruf  sind die Öffnungszeiten der Kindergärten und -krippen. Wir wollen eine stärkere Anpassung an den tatsächlichen Bedarf. Dazu gehören zusätzliche Früh- und Spätangebote. Auch der Bedarf für eine Nacht- oder  Wochenendbetreuung soll ermittelt werden. 

Wir stehen zu den bestehenden Förderungen im frühkindlichen Bereich, wie sie im Opstapje-Programm bestehen.

Spielplätze sind wichtig - daher möchten wir die Ausstattung unserer gemeindlichen Angebote verbessern. Die Sicherheit der Anlagen muss regelmäßig überprüft werden.

Schulen

Wir GRÜNEN wollen den Erhalt unserer drei Grundschulen. Wir setzen auf eine umfassende Ganztagsbetreuung und sind uns sicher, dass die Nachfrage nach solchen Angeboten weiter zunehmen wird. Daher muss das Angebot im  gleichen Maße wachsen. Alle Kinder in Gröbenzell müssen einen gleichberechtigen Zugang zur Ganztagsbetreuung haben.
Wir wollen im Bereich der Horte analog zu den Kindergärten und -krippen eine stärkere Flexibilisierung der Öffnungszeiten.
Wir wollen uns im Landkreis für die bedarfsgerechte Erweiterung des Gröbenzeller Gymnasiums einsetzen. Außerdem muss am Gymnasium ein gebundener Ganztagszweig eingerichtet werden, damit auch Eltern von Gymnasialkindern die volle Wahlfreiheit zwischen Halbtags- und Ganztagsschule haben.
Gröbenzell ist strukturell groß genug für einen Realschulstandort – wir wollen mittelfristig eine Realschule in Gröbenzell ansiedeln. 
Wir bedauern den Verlust des Mittelschulstandorts. Es muss auch in der Mittelschule gelten: Die wohnortnahe Schule ist unser Ziel! Daher muss regelmäßig überprüft werden, ob Gröbenzell nicht wieder Mittelschulstandort werden kann.
Wir  freuen uns über die bestehende Schulvielfalt in Gröbenzell. Die Waldorfschule bietet für viele Schülerinnen und Schüler eine Alternative zur klassischen staatlichen Schule. Die Gemeinde Gröbenzell soll auch weiterhin alles tun, um diesen Schulstandort zu erhalten und zu sichern. 
Schon jetzt sind versteckte Kosten für Eltern ein mitunter großes Problem: Bastelgeld, Kopiergeld, Klassenfahrten und Ausflüge sind nicht für alle  Gröbenzellerinnen und Gröbenzeller einfach so bezahlbar. Wir wollen die Einrichtung eines gemeindlichen Fonds, der Eltern offen stehen soll, die sich diese Kosten nicht ohne weiteres leisten können. 

Erwachsenenbildung und Bibliothek
 
Unsere Gröbenzeller Bildungsträger leisten wichtige Arbeit. Eine bedarfsgerechte Finanzierung muss auch in Zukunft sichergestellt werden. 
Wir wollen unsere Bibliothek erhalten und ihre Attraktivität erhöhen. Dazu muss sie  den zunehmenden Bedarf nach Neuen Medien (z.B. E-Books) stärker berücksichtigen. In einem zukünftig zu errichtenden Kulturhaus müssen die Erwachsenenbildungsträger eigene, modernen Ansprüchen genügende, Räumlichkeiten erhalten.

Jugend

Die Jugendarbeit in Gröbenzell wurde in den vergangenen Jahren nicht ausreichend vorangebracht. Auf dem Gelände des Freizeitheims gibt es mit dem Impuls einen Jugendtreff für Jugendliche zwischen 8 und 21 Jahren. In der Alterstufe 8-16 wird dieser auch relativ gut angenommen. Das Angebot zielt deshalb auch hauptsächlich auf diese Altersgruppe. Um das Impuls auch für ältere Jugendliche attraktiver zu machen, wäre u.a. eine Verlängerung der Öffnungszeiten notwendig. Da dies jedoch das momentane Konzept stark in Frage stellt, halten wir nach wie vor an der Idee eines Jugendcafés fest. Dieses soll möglichst in Zentrumsnähe und vor allem für Jugendliche ab 16 Jahren attraktiv sein. Dies sollte sich auch in den Öffnungszeiten und der Getränkekarte widerspiegeln. Dabei soll jedoch stets darauf geachtet werden, Jugendliche aller Bevölkerungs- und Einkommensklassen anzusprechen. Auch die Möglichkeit privater Feiern soll gegeben sein, um der Nachfrage gerecht zu werden. In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass eine Trägerschaft auf ehrenamtlicher Basis schwierig umzusetzen ist. Wir bevorzugen deshalb eine gemeindliche Trägerschaft.
Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Jugendliche oftmals kriminalisiert und aus dem Ortszentrum verdrängt werden, z.B. in die Nähe des Freizeitheims. Aus den Augen ist aber nicht aus dem Sinn. Was auch Beschwerden etlicher BürgerInnen gezeigt haben. Wir  begrüßen an dieser Stelle die aufsuchende Jugendarbeit durch Streetworker. Dieses Angebot soll auch zukünftig bestehen bleiben. Wir wünschen uns eine  Vermittlerrolle der SozialarbeiterInnen der Gemeinde (z.B. zur Polizei), um im Dialog eine Lösung für und mit den Jugendlichen zu erreichen. 
Wir würden eine aktivere Rolle von jungen Gröbenzellerinnen und  Gröbenzellern in der Politik begrüßen. Daher wünschen wir uns einen regelmäßigen Dialog zwischen Jugend, Bürgermeister, Verwaltung und Gemeinderat. Wir fordern eine Bürgerversammlung ausschließlich für junge Menschen U-30. Bei politischen Entscheidungen kann nicht immer über die Köpfe junger Menschen hinweg entschieden werden. Gerade weil das Wahlrecht eine Beteiligung von Personen unter 18 Jahren nicht vorsieht und Jugendliche deshalb auch im Hinblick auf Wahlergebnisse nicht repräsentiert sind. 

Keine Waffen in Kinderhand!

Die  Mehrheit des Gröbenzeller Gemeinderates möchte mit 30.000 € den Bau einer Schießanlage unterstützen, in der bereits Fünfjährige im Umgang  mit Laserwaffen trainiert werden sollen. Der Hersteller dieser Waffen wirbt ausdrücklich damit, dass auf diese Weise das Verbot, Kinder unter 12 Jahren im Umgang mit Waffen zu trainieren, umgangen werden kann. Wir GRÜNEN lehnen diese Bestrebungen der  Gemeinderatsmehrheit strikt ab. Waffen gehören nicht in Kinderhand!

Bezahlbarer Wohnraum

Gerade auf dem angespannten Wohnungsmarkt in München und der Umgebung ist preiswerter Wohnraum wichtig. 
Wir wollen, dass in Gröbenzell preiswerter Geschosswohnungsbau errichtet wird. Hierfür eignen sich besonders die gemeindlichen Grundstücke in der Bahnhofstraße und das Grundstück des ehemaligen Möbelhauses Fahr. Dort gilt ebenso wie für ganz Gröbenzell: Preiswerter Wohnraum muss Vorrang haben vor den kommerziellen Interessen von Großinverstoren!
Viele Menschen haben auf dem privaten Wohnungsmarkt kaum eine Chance. Hier muss die Kommune eingreifen und eigene Angebote schaffen. Angesichts der demographischen Entwicklung und des stark wachsenden Bedarfs an Pflegekräften wird es nötig sein, den Angehörigen von Pflege- und Erziehungsberufen, die in Metropolregionen - wie im Raum München - ohne adäquate Ballungsraumzulagen auskommen müssen, bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Wir wollen weiteren gemeindlichen Wohnungsbau z.B. auf dem Züblin-Zwickel. Der gemeindliche Wohnungsbestand muss erhalten werden, Verkäufe soll es nur in Ausnahmefällen geben. 

Mietspiegel

Wir fordern die Erstellung eines kommunalen Mietspiegels. Ein Mietspiegel hilft nicht nur Mietern, weil er den Anstieg der Mieten abfedert, sondern auch den Vermietern, weil er Rechts- und Planungssicherheit schafft und teure Prozesse vermeiden hilft. Der Mietspiegel muss auf einer seriösen, realitätsnahen Grundlage erstellt werden und darf keine Phantasiezahlen enthalten.

Inklusion 

Menschen mit Behinderung muss eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht werden. Wir GRÜNEN setzen uns dafür ein, dass dies zur selbstverständlichen Leitlinie gemeindlichen Handelns wird. 
Der Freistaat trägt seiner Verantwortung  für die Umsetzung der Inklusion (Beschluss der UN-Behindertenkonvention vom 26.03.2009) nicht ausreichend Rechnung. Der Gesetzgeber drückt sich um die Finanzierungsfolgen und lässt die Kommunen bei der Bewältigung  der Mehrkosten im Stich.
Die meisten Kinderbetreuungseinrichtungen sind nicht ausreichend auf die speziellen Bedürfnisse behinderter Kinder vorbereitet. Wir wollen, dass die Gemeinde hier aktiv tätig wird und die Inklusion in diesem Bereich vorantreibt. 
Im Landkreis, wie auch bei den Aus- und Weiterbildungsträgern werden wir uns dafür einsetzen, dass Inklusion zentraler Bestandteil aller Planungen wird.

Unser Schulsystem ist so gestaltet, dass viele Kinder mit Handicaps weite Fahrwege in spezielle Förderschulen in Kauf nehmen müssen, um an einem Unterricht teilnehmen zu können. Wir fordern, dass zukünftig behinderte Kinder, gemeinsam mit nicht behinderten jede Schule besuchen können. Der Schulbetrieb muss an die jeweiligen Bedürfnisse der Kinder angepasst werden. Die bis jetzt fehlende Finanzierung durch den Staat kann nicht bedeuten, dass Bewegungsstarre in der Umsetzung der Inklusion resultiert. Wir befürworten kommunale Projekte, um Inklusion in der Gemeinde Gröbenzell voranzubringen. Dazu gehören Baumaßnahmen, z.B. eine Rampe für Rollstuhlfahrer vor der Ährenfeldschule. Im Rahmen der Umbaumaßnahmen für einen Ganztagsschultrakt kann dies ohne große Mehrkosten eingeplant werden. Außerdem brauchen wir pädagogisch geschulte Zusatzkräfte, die Kindern mit Behinderung im Schulalltag zur Seite stehen. Die Förderschulen sind bemüht, ihre Kompetenzen den Grundschulen zur Verfügung zu stellen. Gröbenzell kann hier zukunftsweisend bei der Umsetzung von Inklusion sein.

Gleichstellung 

Die Gemeinde Gröbenzell muss bei der Gleichstellung von Frauen und Männern Vorreiter sein. Dabei ist wichtig, dass dies auch in der Führungsebene der Gemeinde sichtbar wird. Bei der Förderung, Aus- und Weiterbildung ist verstärkt darauf zu achten, dass Familie und Beruf vereinbar sein muss. 
Wir unterstützen die Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde bei ihrer wichtigen Arbeit. 
Eine moderne Gleichstellungspolitik basiert auf der Erkenntnis, dass beide Geschlechter in verschiedenen Bereichen benachteiligt sind bzw. sein können. Auch wenn es immer noch wesentlich häufiger Frauen sind, die unter geschlechtsspezifischen Benachteiligungen zu leiden haben, dürfen wir nicht übersehen, dass es beispielsweise auch Unterrepräsentationen von Männern, beispielsweise in den sozialen Berufen, gibt. Wir GRÜNEN stehen für die völlige Gleichberechtigung beider Geschlechter im Berufsleben, bei der Bezahlung und bei den Karrierechancen.


Seniorinnen und Senioren 
 
Unsere Gesellschaft ist in den letzten Jahren und Jahrzehnten heterogener geworden.  Durch den demographischen Wandel, die zunehmende Migration und die Änderungen gesellschaftlicher Strukturen (Single-Haushalte und Patchworkfamilien) ergeben sich neue Herausforderungen, denen mit einer nachhaltigen Gesellschaftspolitik begegnet werden muss.

Seniorengerechte Wohnformen

Seniorenpolitik wird eine zunehmende Herausforderung für unsere Kommune sein. Die Kommunen müssen sich auf den steigenden Anteil älterer Menschen einstellen: Heute sind ca. 1/4 der Gröbenzeller Bevölkerung über 65 Jahre alt, 2030 wird ca. jeder 3. und 2050 beinahe jeder 2. Einwohner über 65 Jahre alt sein. Dieser Entwicklung müssen wir aktiv Rechnung tragen: Wir brauchen bezahlbaren, barrierefrei ausgebauten Geschosswohnungsbau. Insbesondere in der Bahnhofstraße und auf dem Gelände des ehemaligen Möbelhauses Fahr können diese Wohnungen realisiert werden. In   Mehrgenerationenhäusern können Alt und Jung nah beieinander wohnen und sich gegenseitig helfen. Auch wenn dies natürlich kein Modell für alle sein kann, sollte die Gemeinde Gröbenzell die städtebaulichen Rahmenbedingungen für die Errichtung eines Mehrgenerationenhauses in unserem Ort schaffen. Als weitere Wohnform vor allem für alleinstehende Senioren bieten sich Wohngemeinschaften an. Im Rahmen der Neubebauung der Bahnhofstraße wollen wir Möglichkeiten für solche Senioren-Wohngemeinschaften einrichten. Die Gemeindeverwaltung kann hier aufklärend und beratend eingreifen. Schon jetzt gibt es im Bundesgebiet zahlreiche erfolgreiche Projekte. Deren Erfahrungen und Erkenntnisse kann man nutzen, um Interessierten in Gröbenzell den Weg zu ihrem Projekt zu erleichtern. Hier muss in der Gemeindeverwaltung die fachliche Kompetenz aufgebaut und entsprechende Informations- und Beratungsleistungen konzipiert werden.
Das Betreute Wohnen in Gröbenzell können sich derzeit nur wohlhabende Menschen leisten. Wir fordern die Einrichtung eines gemeindlichen Betreuten Wohnens in der Bahnhofstraße mit bezahlbaren Mietwohnungen.
Kulturspezifische Pflegeangebote werden in Zukunft eine größere Rolle spielen müssen. Auf kulturelle und soziale Besonderheiten ist auch in der Pflege verstärkt Rücksicht zu nehmen. Wir wollen, dass Angebote in diesem Bereich geschaffen werden.

Schaffung von Demenzgruppen

Das Risiko, an einer Demenz zu erkranken, steigt mit dem Alterungsprozess stark an. Sind nur etwa 2 Prozent aller Menschen zwischen 65 und 69 Jahren betroffen, steigt die Anzahl der Dementen bei den über 90 Jährigen auf über 30 Prozent. In Gröbenzell gibt es ca. 300 Menschen, die an Demenz erkrankt sind. Es besteht ein starkes Missverhältnis von Betreuungsangeboten und deren Notwendigkeit. Da dementen Menschen und den Angehörigen nicht nur mit einer ambulanten Altenpflege gedient ist, die für einige Minuten/Stunden am Tag z.B. beim Waschen und Anziehen hilft, muss eine Tagespflege für diese Menschen eingerichtet werden. Viele Demenzkranke könnten zu Hause wohnen bleiben, wenn sie, solange die Angehörigen ihrem Beruf nachgehen, gut betreut werden. Wir fordern daher die Einrichtung einer ambulanten Demenz-Gruppe in Gröbenzell. Außerdem wollen wir im Rahmen der Neubebauung der Bahnhofstraße dort eine eigene Wohngruppe für Demenzkranke einrichten.

Barrierefreiheit überall 

Barrierefreiheit sollte in allen öffentlichen Gebäuden, z.B. Schulen, Rathaus, in allen  Einzelhandelsgeschäften, in Einrichtungen wie Arztpraxen, Apotheken etc. umgesetzt werden. Die Gehsteige sind dort abzusenken, wo Menschen mit Rollatoren die Straßen bzw. Ampeln überqueren müssen. Die gegenüberliegenden Gehsteige müssen dabei mit einbezogen werden. Wegweiser für  behindertengerechte Toiletten im Ort sind auszuschildern. Behindertengerechte Toiletten fehlen am S-Bahnhof und müssen dringend von der Deutschen Bahn eingefordert werden. Im Bürgerhaus befindet sich eine Toilette im Keller, die allerdings durch schwer zu öffnende Türen gerade für Rollstuhlfahrer und Menschen mit Rollatoren nicht zugänglich ist. Wir setzen uns für Verbesserung dieses Zustandes ein. Ein Ärgernis sind auch etliche Behindertenautoparkplätze im Zentrum. Oftmals sind die Parkplätze zu eng bemessen, so dass das Ausladen des Rollstuhls auf der befahrenen Straße stattfinden muss.
Es fehlen außerdem Sitzmöglichkeiten, z.B. Parkbänke im Zentrum Gröbenzells, auf denen Mitbürger mit Mobilitätseinschränkung ausruhen können. Außerdem könnte dies der Kommunikation und einer Belebung des Ortszentrums dienen.

Wohnortnahe Versorgungsmöglichkeiten 

Bis jetzt sind Dienstleistungen wie kostengünstiger Einkaufsservice Mangelware in Gröbenzell. Wichtig wäre hierfür ein bürgerschaftliches Engagement, z.B. mit dem Schlagwort "Jung hilft Alt". Bis jetzt gibt es einen Lieferservice von Ökokiste und anderen. Von Seiten der Kommune sollten auch die weiteren Einzelhandelsgeschäfte auf diese Dienstleistung hingewiesen werden. Es ist ein Zukunftsmodell und eine Marktlücke im Einzelhandel, da viele Senioren über eine erhebliche Kaufkraft verfügen.

Die Arbeitskreise "Senioren in Gröbenzell" und "Leben ohne Barrieren" leisten wichtige Arbeit für unseren Ort. Wir wollen auch weiterhin eng mit ihnen zusammenarbeiten, sie unterstützen und ihre Vorschläge, soweit irgendwie möglich, umsetzen.

Global denken - lokal handeln - weltoffene Gemeinde

Gröbenzell ist eine weltoffene Gemeinde, die Menschen unabhängig von Geschlecht,  Religion, Herkunft, Alter und sexueller Identität willkommen heißt. Wir wollen aktiv zu diesem offenen Klima beitragen. Gröbenzell muss auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Bevölkerungsgruppen eingehen und sie zum Maßstab des politischen Handelns machen. 

In Gröbenzell leben viele Menschen nichtdeutscher Herkunft. Die allermeisten von ihnen sind hervorragend integriert. Um diejenigen, die noch nicht so gut deutsch sprechen, in unser Gemeinwesen einzubinden, muss die Gemeinde die Kosten von Integrations- und Deutschkursen, die von örtlichen Bildungsträgern angeboten werden, bis zum Niveau B2  übernehmen.

In Gröbenzell sind AsylbewerberInnen willkommen. Ihre Unterbringung soll wie bisher dezentral erfolgen. Unsere Gemeinde muss ihren Einfluss nutzen, um das Leben und die Betreuung der Flüchtlinge zu verbessern. Die Ausgabe von Essenspaketen, das Verbot, den Landkreis zu verlassen und andere diskriminierende Maßnahmen lehnen wir strikt ab. Wir freuen uns sehr, dass sich in Gröbenzell ein Unterstützerkreis für Asylbewerberinnen und Asylbewerber gebildet hat und sichern ihm größtmöglichen Beistand zu.

Die bestehenden Städtepartnerschaften mit Garches und Pilisvörösvar sollen weiterhin zum kulturellen, politischen und gesellschaftlichen Austausch genutzt werden. Wir GRÜNEN wollen eine aktive Belebung der bestehenden Zusammenarbeit.

Wir freuen uns sehr, dass Gröbenzell mittlerweile Fair-Trade-Gemeinde geworden ist und fordern die Gemeinde zur weiteren Unterstützung dieser Initiative auf. Auch die Arbeit der Eine-Welt-Gruppe Gröbenzell verdient die Unterstützung der Gemeinde.
Die Verwendung von Produkten aus ausbeuterischer Kinderarbeit lehnen wir strikt ab.

In Schulen und Jugendeinrichtungen fühlen sich schwule, lesbische und transgender Jugendliche gerade während der Pubertät häufig ausgegrenzt und unwohl; zugleich haben sie unter anderem gegenüber heterosexuellen Gleichaltrigen ein deutlich erhöhtes Suizidrisiko. Auf Antrag von uns GRÜNEN hat der Fürstenfeldbrucker Kreistag beschlossen, sich in seinen Schulen an der Kampagne "Wir sind für dich da" der Landeshauptstadt München zu beteiligen. Sie richtet sich gezielt an schwule, lesbische und transgender Jugendliche und zeigt ihnen Perspektiven auf. Wir unterstützen diese Kampagne auch am Gröbenzeller Gymnasium.

Wir fordern, dass die Gemeinde Zuschüsse und Trägerschaften nur an Organisationen vergibt, die garantieren, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht aufgrund der religiösen Überzeugung, des Wechsels des Familienstands oder der sexuellen Orientierung zu diskriminieren.
 
Kultur in Gröbenzell

Gröbenzell  ist in der glücklichen Lage, über eine reichhaltige, ehrenamtliche Kulturszene  zu verfügen. Allein die Existenz von drei Theatergruppen, zum Teil sind diese seit 34  Jahren aktiv, sowie von zahlreichen Chören und Orchestern spricht für sich. Leider wird dieses außerordentliche Engagement von der politischen Gemeinde  nicht ausreichend gewürdigt. Weder gibt es ausreichend Probenräume, noch  geeignete Lagerungsmöglichkeiten für Requisiten und Musikalien –  ganz zu  schweigen von einer bespielbaren Bühne, die diesen Namen auch wirklich verdient.  
Dabei zeigt das Beispiel des Kulturhauses „Belacqua“ in Wasserburg, das bereits vor Jahren vom Gemeinderat besichtigt und als Modell für gut befunden wurde, wie einfach eine multifunktionale Einrichtung entstehen könnte, die neben Konzerten und Theatervorführungen auch für Musicals, Tanzveranstaltungen sowie Bälle und  Großveranstaltungen zur Verfügung stehen könnte. 
Seit Jahren werden unsere Kulturvereine nun vertröstet, müssen sich mit Behelfsbühnen zufrieden geben und mühsam provisorische Bühnenbilder aufbauen. Wir fordern den Bau eines Kulturhauses mit einer Bühne, die über eine fest installierte Beleuchtungsanlage, eine erstklassige Akustik und eine moderne Bühnentechnik verfügt. Außerdem setzen wir uns nachdrücklich dafür ein, dass Kultur in Gröbenzell nicht nur auf kommerzieller Basis stattfindet, sondern dass ehrenamtliches kulturelles Engagement, das für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in einer Gemeinde unverzichtbar ist, gefördert und finanziell ausreichend ausgestattet wird.

Vereinsleben
 
Unsere  Vereine bilden ein Fundament des Zusammenlebens in Gröbenzell. In der Jugendarbeit spielen die Vereine eine wichtige Rolle. Wir haben erfreulicherweise eine große Vielfalt im Gröbenzeller Vereinsleben, die es zu erhalten gilt. Mit ihren zahlreichen Angeboten und Veranstaltungen wirken sie integrativ. Wir wollen die gemeindliche Vereinsförderung  beibehalten, aber stärkere Akzente auf die Förderung der Jugendarbeit legen. Die Förderungsrichtlinien sind diesbezüglich zu überarbeiten; allerdings soll die Förderung in der Höhe keinesfalls sinken. Auch in Zukunft sollen gemeindliche Räume den Gröbenzeller Vereinen kostenfrei zur Verfügung stehen. Die gemeindliche Infrastruktur soll das örtliche Vereinsleben so weit wie möglich unterstützen.
 
Sport in Gröbenzell
 
Bewegung ist für viele Menschen ein Grundbedürfnis. Egal ob im Verein oder einfach „nur“ in der Freizeit, Gröbenzell bietet hier eine Vielzahl an Möglichkeiten, insbesondere auch aufgrund der zahlreichen Sportvereine, die einen prägenden Einfluss auf das Gröbenzeller Leben haben. Etwa ein Viertel der Gröbenzeller Bevölkerung ist in diversen Sportvereinen der Gemeinde beheimatet, die von sportbegeisterten Amateuren organisiert werden. Daraus ergibt sich eine ehrenamtsgeprägte Struktur der Gröbenzeller Sportvereine, die nahezu allen sportinteressierten Bürgerinnen und Bürgern ein Angebot machen und zugleich eine soziale Aufgabe erfüllen, wie sie wohl keine andere Institution sonst leisten könnte. Vom Leistungssportler bis zum Freizeitsportler, eine inklusive Fußball-Mannschaft, diverse Angebote der S-Klasse, sowie rehabilitative Sportangebote - es gibt nahezu nichts, was es nicht gibt. Neben dem aufopferungsvollen Engagement vieler Ehrenamtlicher sind auch die Rahmenbedingungen durch die Gemeinde Gröbenzell ein weiterer wichtiger Baustein für dieses florierende Sportangebot. Insbesondere die kostenfreie Bereitstellung der diversen Sportstätten und weitere finanzielle Unterstützung sind für die Aufrechterhaltung des bisherigen Sportangebots unerlässlich. Auch in den nächsten Jahren und Jahrzenten muss der eingeschlagene Weg der Instandhaltung der Sportstätten weiter verfolgt werden. Von besonderer Bedeutung sind auch die frei verfügbaren Bolzplätze, Boulderwände oder der gemeinsam mit der Stadt Puchheim finanzierte Skatepark. Über Neuinvestitionen kann und muss im Rahmen der finanziellen  Möglichkeiten der Gemeinde diskutiert  werden. Vor diesem Hintergrund sollte jede Neuinvestition in Infrastruktur sorgfältig, unter Beachtung sämtlicher Bedürfnisse der Bevölkerung, abgewogen werden. 

Feuerwehr
 
Unsere Freiwillige Feuerwehr leistet unschätzbare Arbeit in Gröbenzell. Dies ist nur mit einer bedarfsgerechten technischen Ausstattung möglich. Wir setzen uns dafür ein, dass diese Ausstattung auch in Zukunft sichergestellt wird. Die Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr sind in die Jahre gekommen. Mittelfristig muss hier eine umfassende bautechnische und energetische Sanierung durchgeführt werden.

 
Gewerbe  und wirtschaftliche Entwicklung
 
Die Gewerbetreibenden in Gröbenzell sind ein wichtiger Bestandteil des örtlichen Lebens. Es gilt daher die weitere Ansiedlung von Gewerbeunternehmen zu fördern, um wohnortnahe Arbeitsplätze zu schaffen. Wir stehen zu einem stabilen Gewerbesteuerhebesatz.
Ein besonderes Augenmerk legen wir auf kleinteilige und vielfältige Angebote. Das Ortszentrum muss weiterhin ein Ort der Nahversorgung für die Gröbenzellerinnen und Gröbenzeller sein. Daher soll die Gemeindeverwaltung hier beratend zur Seite stehen, wenn es um die Einrichtung von Fahrrad-Abstellmöglichkeiten, die barrierefreie Umgestaltung oder seniorengerechte Angebote geht.  
Es fehlt in der Gemeindeverwaltung ein professioneller Ansprechpartner für Unternehmen. Wir wollen daher eine Wirtschaftsförderung etablieren, die einerseits bei der Neuansiedelung von Unternehmen hilft und andererseits aktiv Unternehmen aus Branchen anspricht, die bislang im Gemeindegebiet nicht vertreten sind. Zudem wollen wir, dass Gewerbetreibende aktiv bei Fragen und Problemen von öffentlicher Stelle unterstützt werden. Dies kann in Form von Beratung oder Vermittlung geschehen.

Der Bund der Selbständigen e.V. in Gröbenzell leistet hervorragende Vernetzungsarbeit, diese Arbeit soll auch weiterhin von gemeindlicher Seite positiv begleitet und wenn möglich unterstützt werden.
Wir befürworten eine wohnortnahe Versorgung, daher freuen wir uns über den Erhalt der zwei Supermärkte in Bahnhof- und Kirchenstraße. Wir sehen darüber hinaus allerdings keinen Bedarf für große Supermärkte im Ortszentrum. Auch eine Bebauung des Geländes des Möbelhauses Fahr mit einem weiteren Großmarkt lehnen wir ab. Die Belastung der Olchinger Straße mit Verkehr ist bereits jetzt enorm. 
Wir möchten eine Ausbildungsplatzbörse in Gröbenzell. Viele junge Erwachsene sind auf wohnortnahe Ausbildungsplätze angewiesen. Daher möchten wir unter der Schirmherrschaft der Gemeinde in Zusammenarbeit mit den örtlichen Gewerbetreibenden und dem Bund der Selbständigen ein solches Angebot schaffen.

Schnelles Internet
 
Gröbenzell  ist in Sachen "schnelles Internet" ein Flickenteppich: Während es Gebiete gibt, in denen eine hervorragende Internetverbindung herrscht, leiden andererseits ganze Straßenzugänge unter einer sehr langsamen Internetverbindung. Wir wollen flächendeckendes schnelles Internet für ganz Gröbenzell. Dazu muss der Druck auf die Netzbetreiber konsequent erhöht werden - bisher erkennen wir hier keinerlei substantielle  Bemühungen seitens des Rathauses. Sollte dies nicht genügen, muss die Gemeinde selbst versuchen, über entsprechende technische Maßnahmen zu einem flächendeckenden schnellen Internet in ganz Gröbenzell zu gelangen.

Neue Transparenz - Bürgerinformation und Bürgerbeteiligung

Eine Transparenzoffensive ist ein Kernanliegen unserer Politik. Dabei geht es um umfassende Information der Bürgerinnen und Bürger über gemeindliche Planungen und Entscheidungen. Hierzu ist es unerlässlich, dass alle Vorlagen, Protokolle und Unterlagen zu öffentlichen Tagesordnungspunkten gemeindlicher Sitzungen im Internet abrufbar sind. Wir wollen, dass Sitzungen des Gemeinderates aufgezeichnet werden und auf der Homepage der Gemeinde abrufbar eingestellt werden. Zudem sind anlassabhängig Planungen frühzeitig in Bürgerversammlungen vorzustellen und damit die Bürgerschaft aktiv in den Diskussionsprozess einzubeziehen. Wir wollen über reine Information deutlich hinaus gehen: Zu den Sitzungsvorlagen sollen Hinweise und Kommentare aus der Bürgerschaft unkompliziert möglich sein - online und natürlich auch in Form von Briefen. 
BürgerInnenwerkstätten als Ideengeber bei Großprojekten - wie in der Bahnhofstraße praktiziert - sollen auch in Zukunft obligatorisch stattfinden. 
Strittige Themen von gemeindeweiter Bedeutung sollen in Zukunft öfter als bisher über Bürgerentscheide entschieden werden. Das Instrument des Ratsbegehrens wäre hier eine Möglichkeit der Durchsetzung. 
Wir wollen ein offenes bürgernahes Rathaus. Die Öffnungszeiten sollen hierbei an die Bedürfnisse von Berufstätigen angepasst werden. Wir wollen die Einführung von Früh- und Spätöffnungszeiten in den Bereichen, die stark von Bürgern frequentiert werden. 
Zudem müssen mehr Verwaltungsvorgänge als bisher online erledigt werden können. Das Internetangebot der Gemeinde muss übersichtlicher und moderner werden.

Nachhaltige Finanzen
 
Eine solide Finanzpolitik war bereits in den vergangenen Jahren ein Markenzeichen grüner Politik in Gröbenzell. Wir GRÜNEN stehen für eine nachhaltige Finanzpolitik - wir wollen nicht auf Kosten künftiger Generationen leben! Daher lehnen wir neue Schulden strikt ab. Der Schuldenabbau muss forciert werden. Die Verschiebung von Schulden in "Schattenhaushalte" wie den des Amperverbandes sehen wir kritisch, da sie nicht zur Transparenz der gemeindlichen Finanzen beiträgt. Auf der Einnahmeseite sind aus unserer Sicht in den Hebesätzen der Gewerbe- und der Grundsteuer keine Änderungen nötig. Wir widersetzen uns allen Versuchen, die Gewerbesteuer abzuschaffen. Die Hundesteuer und die gemeindlichen Gebühren sollen stabil gehalten werden. 

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