Kommunalwahlprogramm der GRÜNEN in Gröbenzell 2020 - 2026 - Gröbenzell mein Ort

Das Wahlprogramm der GRÜNEN Gröbenzell zur Kommunalwahl 2020 können Sie unten lesen, oder durch einen Klick hier herunterladen. Eine Kurzversion in Stichworten finden Sie hier.

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Für Sehbinderte bieten wir eine gesprochene Version der Kurzfassung auf diesem Link.

Inhaltsverzeichnis

MEIN ORT GRÖBENZELL - UNSERE ZIELE
WOFÜR STEHEN WIR GRÜNE?
- KLIMA UNSERES PLANETEN, KLIMA IN UNSERER GEMEINDE, KLIMA IN UNSERER GESELLSCHAFT
VOLLE ENERGIE FÜRS KLIMA
- ENERGIEVERSORGUNG
- REGIONALE MAßNAHMEN
- KLIMAKOORDINATOR
LEBENSRAUM GRÖBENZELL:

- ORTSENTWICKLUNG
- ZUKUNFTSFÄHIGES BAURECHT
- FEUERWEHR
- FRIEDHOF
- SICHERHEIT
UMWELTSCHUTZ VOR ORT

- LOKALER ARTENSCHUTZ
- BLÜHENDES GRÖBENZELL
- RENATURIERUNG DER GRÖBENZELLER BÄCHE - AUCH ALS HOCHWASSERSCHUTZ, GRÖBENBACHWIESE ALS HOCHWASSER-RÜCKHALTEBECKEN UND PARKANLAGE
- BÖHMERWEIHER
- EINWEGPRODUKTE
- SILVESTERFEUERWERK
GRÜNE MOBILITÄT FÜR MEHR LEBENSQUALITÄT
- ÖPNV-AUSBAU
- KOEXISTENZ VERSCHIEDENER VERKEHRSMITTEL
- STÄRKUNG DES FAHRRADVERKEHRS
- ELEKTROMOBILITÄT UND CARSHARING
- REDUKTION DES FLUGVERKEHRS
BILDUNG UND BETREUUNG

- KINDERBETREUUNG
- HORT
- SCHULEN
- SPIELPLÄTZE
- ERWACHSENENBILDUNG UND BIBLIOTHEK
- JUGEND
BEZAHLBARER WOHNRAUM
- WOHNRAUM NEU DENKEN
- MIETSPIEGEL
KLIMA IN UNSERER GESELLSCHAFT
- SENIORINNEN UND SENIOREN
- GLEICHBERECHTIGUNG KONSEQUENT EINFORDERN
- INKLUSION
- WELTOFFENE GEMEINDE
KULTUR IN GRÖBENZELL
- MUSIK UND THEATER
- VEREINSLEBEN
- SPORT IN GRÖBENZELL
- FEUERWEHR
- EHRENAMT
GEWERBE UND WIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG

- GEWERBE IM ORT
- SCHNELLES INTERNET
DIE GEMEINDE FÜR DIE BEVÖLKERUNG: BEDARFSORIENTIERT - TRANSPARENT - GESTALTBAR - DIGITAL
- GEMEINDEVERWALTUNG
- BÜRGERFREUNDLICHE GEMEINDE

Mein Ort Gröbenzell - Unsere Ziele

Wofür stehen wir Grüne?

Klima unseres Planeten, Klima in unserer Gemeinde, Klima in unserer Gesellschaft

Wir GRÜNE stehen für den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen, für den Schutz der Natur und unserer Artenvielfalt. Wir werden die Energiewende erfolgreich in den Kommunen und mit den Bürger*innen umsetzen. Wir wollen die Möglichkeiten zur Beteiligung der Bürger*innen ausweiten, wenn es um Entscheidungen vor Ort geht. Denn eine lebendige Kommune lebt davon, dass sich die Menschen einmischen, mitreden und mitgestalten. Wir setzen uns für eine glaubwürdige kommunale Sozialpolitik ein, die Teilhabe ermöglicht, Armut bekämpft und dazu beiträgt, dass das Zuhause bezahlbar bleibt. Wir fördern ein gutes Miteinander der Menschen, die schon länger hier leben und derer, die neu zugewandert sind. Auch vor Ort ist für uns die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern wichtig. Wir GRÜNE stehen für eine Stärkung der Kommunen, für einen transparenten, verantwortungsvollen Umgang mit kommunalen Geldern und für eine innovative Wirtschaft. Wir GRÜNE stehen für eine freie, eine weltoffene und vielfältige Gesellschaft und wir stehen an der Seite der zivilgesellschaftlichen Initiativen im Kampf gegen Rassismus, Antisemitismus und rechte Gewalt.

Gröbenzell ist eine lebenswerte Gemeinde mit einem Gartenstadtcharakter, den die große Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger schätzt und bewahren will. Gleichzeitig ist unser Ort ein Teil der Metropolregion München. Siedlungsdruck und Verkehrslast stellen für eine nachhaltige Entwicklung und die Lebensqualität in unserem Ort eine Gefahr dar – zugleich bietet die Wirtschaftskraft der Region München auch zahlreiche Chancen, die es zu nutzen gilt.

Vorrangiges Ziel unserer Politik ist es, den Schutz des globalen Klimas durch lokale Maßnahmen soweit als möglich abzusichern. Deshalb wollen wir GRÜNE die Zukunft Gröbenzells in einer Weise gestalten, die die Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger erhält oder verbessert, die die Umwelt im Interesse der jetzigen und künftiger Generationen bewahrt und die es unserer Gemeinde erlaubt, sich in allen Bereichen nachhaltig zu entwickeln. Nachhaltigkeit und Enkeltauglichkeit bedeutet ein Wirtschaften, das nicht auf Kosten künftiger Generationen funktioniert, Nachhaltigkeit bedeutet einen verantwortungsvollen Umgang mit Finanzen, Rohstoffen, Energien, unserem Klima und unseren Zukunftschancen. Dabei muss ausgleichend auf die Interessen und Bedürfnisse aller Generationen Rücksicht genommen werden. Offenheit und Transparenz bei allen politischen Entscheidungen sind notwendig, um alle auf diesem Weg mitzunehmen.

Unser Bürgermeister-Kandidat Ingo Priebsch und sein ganzes Team werden sich für diese Ziele einsetzen.

Volle Energie fürs Klima

Die Wissenschaft ist sich einig, dass der Klimawandel eine dramatische Bedrohung für die Menschheit darstellt und für einen grundlegenden Wandel unseres Lebensstils nur noch wenig Zeit bleibt. In den letzten Jahren ist in Gröbenzell wenig passiert in Sachen Klimaschutz. Wir brauchen 100 Prozent erneuerbare Energie, d.h. einen massiven Ausbau der Photovoltaik, schnelle Verbesserungen der Heizungsanlagen und der Wärmedämmung von Gebäuden und sowie eine Verkehrswende, hin zu mehr Elektromobilität, Fahrradverkehr und öffentlichem Personen Nahverkehr (ÖPNV).

Wir GRÜNE waren und sind seit unserer Gründung die treibende politische Kraft für eine Energiewende, abseits der unbeherrschbaren Atomenergie und dem Verbrauch von endlichen fossilen Rohstoffen mit ihren klimaschädlichen Wirkungen. Für den Landkreis Fürstenfeldbruck streben wir unverändert eine Energieautarkie bis zum Jahr 2030 an. Wir bekennen uns zu einer Zukunft, die die Energieversorgung durch regenerative Energien sichert, Speichermöglichkeiten für Zeiten hoher Nachfrage schafft und gleichzeitig den Energieverbrauch deutlich reduziert.

Energieversorgung

Wir GRÜNE sehen die Zukunft der Energieversorgung in regenerativen Energien, also ohne Verbrauch von fossilem Öl, Gas oder Kohle, damit in einer 100 Prozent CO2-neutralen Energiewirtschaft. In Gröbenzell wie im Landkreis Fürstenfeldbruck wollen wir dies bis zum Jahre 2030 erreichen, obwohl dieses Ziel in Gröbenzell wegen seiner dichten Bebauung und den wenigen Freiflächen schwieriger erreichbar sein wird, als anderswo.

Da unser Ort nahezu bis an alle Gemeindegrenzen bebaut ist, gibt es keine Möglichkeit, innerhalb unseres Gemeindegebietes große Windenergieanlagen zu errichten. In einem Abstand von 800 bis 1000 Metern zur nächsten Wohnbebauung sind uns Windräder aber auch im Umkreis durchaus willkommen, sofern eine ausreichende Windgeschwindigkeit in Rotorhöhe nachgewiesen ist. Windkraft von Anlagen an Land ist eine effiziente und preisgünstige regenerative Energie und ihr regionaler Einsatz erspart viele Hochspannungstrassen. Wir fordern die bayerische Staatsregierung auf, die 10H-Regelung, die den Windkraftausbau zum Erliegen gebracht hat, fallen zu lassen. Eine finanzielle Beteiligung der Gemeinde Gröbenzell an Windparks begrüßen und unterstützen wir.

Solarenergie in Form von Photovoltaik (PV) und Solarthermie muss in Gröbenzell erheblich ausgebaut werden. Wir brauchen eine Initiative der Gemeinde, um private Hausbesitzer zur Installation von Photovoltaik-Anlagen auf Haus-, Garagen- und Carportdächern zu bewegen. Dies werden wir durch Information, kostenfreie Beratungsangebote und eine kommunale Förderung anschieben. Die Gemeinde selbst sollte alle öffentlichen Gebäude mit PV-Anlagen auf-, aus- oder nachrüsten.

Neu gebaute oder neu sanierte Gebäude sollen grundsätzlich mit PV-Anlagen ausgestattet werden. Möglichst alle Gewerbeimmobilien sollen mit Photovoltaikelementen bestückt werden.

Ebenso sollten die großen Parkflächen von Supermärkten überdacht und zur Stromgewinnung genutzt werden. Künftige Stromnetze auf der Basis regenerativer Energien benötigen technische Einrichtungen zur Stromspeicherung und Verbrauchssteuerung. Entsprechend unterstützen wir schon heute die vorausschauende Installation intelligenter, nachfragegestützter Stromzähler und Pufferspeicher.

Regionale Maßnahmen

Wir fordern:
• die Errichtung von Photovoltaik-Freiflächenanlage, z.B. auf der Freifläche im Westen des Ortes südlich der Bahnlinie.
• Förderung von Grundwasserwärmepumpen als ökologisch beste Lösung, sofern der Strom dafür auch regenerativ gewonnen wird.
• Förderung von Luftwärmepumpen oder Solarthermie zur Brauchwassererwärmung und Heizungsunterstützung
• Ausbau des Beratungs- und Förderungsangebots zum Ersatz alter Heizungsanlagen (ohne jegliche Förderung für fossile Brennstoffe)
• 100 Prozent echten Ökostrom für kommunale Einrichtungen und Gebäude. Keinen Strom aus Kohle und Atom in Gröbenzell!
• Effizientere Straßenbeleuchtung (z.B. LEDs und bedarfsgerechte Steuerung mit Bewegungsmeldern) • Sparsamere Fahrzeuge im Gemeindefuhrpark
• Energetische Sanierung von Gebäuden. Die Gröbenzeller Schulen wurden in den letzten Jahren bereits weitgehend saniert, bei vielen öffentlichen Gebäuden gibt es aber noch großen Sanierungsbedarf.
• Balkonsolaranlagen für Bürger*innen, die nicht über ein eigenes Hausdach verfügen. Sie stellen eine einfache, kostengünstige und unkomplizierte Möglichkeit zur Gewinnung von umweltfreundlichem Strom dar.

Klimakoordinator
Alle Maßnahmen auf kommunaler Ebene sollen durch einen zentralen Klimakoordinator aktiv vorangetrieben werden.

Lebensraum Gröbenzell:

Ortsentwicklung

Der Bereich der westlichen Bahnhofstraße von der Bahnlinie bis zum ehemaligen Grünen Baum war Gegenstand des ersten Gröbenzeller Bürgerbegehrens. Wir GRÜNE haben diesen erfolgreichen Bürgerentscheid mitinitiiert und bekennen uns zu seinem Ergebnis, insbesondere zur Ablehnung eines größeren Supermarktes, für den in der Bahnhofstraße weder ausreichend Bauraum noch Platz für den nötigen Parkraum vorhanden ist. Erst recht ist die Straße nicht in der Lage, den zusätzlichen Verkehr eines großen Supermarktes aufzunehmen.

Das Ergebnis des Architektenwettbewerbs und der Bürgerwerkstatt sowie des jüngst veröffentlichten „Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK)“ wollen wir umsetzen, nachdem die einzelnen Maßnahmen gegeneinander priorisiert worden sind. Eine abfallende Gebäudehöhe von der Bahnlinie Richtung Norden und von der Bahnhofstraße Richtung Westen halten wir für richtig, den Erhalt des wertvollen Baumbestandes beim Grünen Baum für unabdingbar.

Den jüngsten Fortschritt im Gemeinderat zum Thema Bahnhofstraße begrüßen wir ausdrücklich. Wir wollen eine gesunde Mischung aus kleinteiligem Gewerbe, Gastronomiebetrieben und Geschosswohnungs-bau umsetzen. Die Wohnungen sollen zu einem großen Teil als öffentlich geförderter, bezahlbarer Wohnraum gebaut werden. Die Gemeinde soll mindestens eine Demenz-Wohngruppe vorsehen.

Die Forderung nach ortstypischer Gestaltung der Bebauung und ökologische Aspekte stehen hierbei nicht im Widerspruch zueinander, sondern können und sollen beide gleichermaßen berücksichtigt werden.

Zusätzliche Einkaufsmöglichkeiten und die Ansiedlung eines Cafés würden auch zu einer Aufwertung des gesamten Gröbenzeller Nordens führen und die Trennung unserer Gemeinde durch die Bahnlinie etwas mildern. Dazu würde ebenfalls eine bessere Erschließung für den Fahrrad- und Fußgängerverkehr zwischen Fischerweg und Ascherbachstraße beitragen, die wir aktiv vorantreiben.

Die Kirchenstraße ist wahrlich kein Schmuckstück für Gröbenzell: Bunt zusammengewürfelte Architektur, zu wenig Platz für Fahrradfahrende, hohe Bordsteinkanten als Hindernis für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, Kinderwagen oder Fahrrädern, fehlende Fahrradabstellmöglichkeiten vor den Geschäften und ein insgesamt eher trauriges Erscheinungsbild machen eine grundlegende Umgestaltung dringend nötig.

Ein solches Mammutprojekt lässt sich aber nicht einfach umsetzen, weil der Grund unter den Gehwegen teilweise privaten Anliegern gehört, die zwingend mit eingebunden werden müssen. Außerdem hat Gröbenzell mit der kompletten Überplanung und Neubebauung der südlichen Bahnhofstraße bereits ein Großprojekt in Angriff genommen, das viele Kräfte der Gemeindeverwaltung bindet. Wir dürfen uns nicht verzetteln, sondern wollen lieber erst ein Projekt vernünftig zu Ende führen, ehe ein anderes begonnen wird; sonst entsteht in beiden Fällen nur Flickwerk.

Bevor ein vernünftiges Gesamtkonzept für die Kirchenstraße vorliegt, sollten wir allerdings bereits jetzt die dringlichsten Maßnahmen angehen und sie nicht mit dem Hinweis auf ein noch zu erstellendes Gesamtkonzept auf die lange Bank schieben.

In der Kirchenstraße streben wir eine Umgestaltung zu einer niveaugleichen Verkehrsfläche für alle Verkehrsteilnehmer an (d.h. keine Trennung von Fuß-/Radweg/Fahrbahn) mit vorgeschriebener Schrittgeschwindigkeit, wenigen ausgewiesenen gebührenpflichtigen Parkflächen mit Parkuhren und Führungslinien für Sehbehinderte durch Rillen o.ä. Rillen o.ä. Die Errichtung von Trinkwasserbrunnen soll allen eine gesunde Flüssigkeitszufuhr ermöglichen und Plastikflaschen vermeiden.

Zukunftsfähiges Baurecht

Wir GRÜNE werden uns wie in der Vergangenheit für eine Vereinfachung des Baurechts in Gröbenzell einsetzen. Bereits in den letzten Jahren ist es uns gelungen, die Vorgaben zu Dachformen und -neigungen, Kniestockhöhe und Firstrichtung zu liberalisieren. Die ursprünglichen Vorgaben waren aus unserer Sicht nicht mehr geeignet, um den Herausforderungen der Zukunft in einem an Bodenfläche armen Gröbenzell gerecht zu werden. Insgesamt dienen diese Novellierungen auch der Energieeffizienz von Neubauten und einer optimalen Nutzung der regenerativen Energieerzeugung. Hier wurde durch einen Bonus für energiesparendes Bauen bei der Geschossflächenzahl (GFZ) ein weiterer wichtiger Schritt bereits gegangen. Wir GRÜNE fordern, einen Bonus für flächensparendes Bauen zu schaffen, um der voranschreitenden Flächenversiegelung entgegenzutreten. Grundsätzlich favorisieren wir höhere Gebäude mit einer geringen Grundfläche statt flacher Gebäude mit einem großen Anteil an versiegelter Fläche. Gleichzeitig ist auch bei der Neubebauung den veränderten Bedürfnissen einer älter werdenden Gesellschaft Rechnung zu tragen. Ein Bonus für barrierefreie Bauformen ist daher wünschenswert. Wir wollen die Voraussetzungen schaffen, um innovative ökologische Architektur zu ermöglichen, etwa durch begrünte Dächer, Photovoltaik-Fassadenelemente oder Dämmung mit Naturstoffen. Gröbenzell darf kein gesichtsloser Ort werden. Wir freuen uns über innovative, mutige Architektur, die den Ortscharakter zukunftsfähig weiterentwickelt.

Feuerwehr

Die Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr sind in die Jahre gekommen. Erweiterungen und Erneuerungen müssen dringend angegangen werden.

Friedhof

Wir sprechen uns für die Erweiterung der Aussegnungshalle aus, um auch bei größeren Beerdigungen einen würdevollen Rahmen zu ermöglichen. Dazu gehört auch die Erneuerung der technischen Anlagen Außerdem unterstützen wir die freie Wahl von Bestattungsformen. Der Automat für Grablichte aus Kunststoff soll umgerüstet werden auf Grablichte mit Glasbehältern.

Sicherheit

Wir wollen mehr Sicherheit in Gröbenzell. Nicht durch Polizeipräsenz, sondern z.B. durch Verbesserung der Straßenbeleuchtung. Dies wollen wir umweltfreundlich umsetzen, vorzugweise durch solarbetriebene LED-Beleuchtung mit Bewegungsmeldern an wichtigen Kreuzungen, an Fahrradwegen und in Wohngebieten, sowie an Radwegeabgrenzungen (z.B. Augsburger und Hermann-Löns-Straße).

Umweltschutz vor Ort

Lokaler Artenschutz

Wir sind uns bewusst, dass wir in einem sehr dicht besiedelten Ort wohnen. Gerade deshalb ist es für uns von herausragender Bedeutung, die verbleibenden Freiflächen zu erhalten, den grünen Charakter des Ortes zu bewahren und der weiteren Zersiedelung unseres Lebensraumes Einhalt zu gebieten. Da wir um den hohen Wert des Baumbestandes in Gröbenzell für die Lebensqualität wissen und der größte Teil der Bäume in privaten Gärten steht, bekennen wir uns ausdrücklich zum Erhalt der Baumschutzverordnung – auch für Nadel-bäume – und fordern eine konsequente Kontrolle von Ersatzpflanzun-gen. Im Winterdienst muss der Einsatz von Streusalz begrenzt werden und soweit möglich durch abstumpfendes Streugut ersetzt werden, um Straßenbäume weniger zu gefährden. Bäume, die in den letzten Jahren wegen Streusalzschäden gefällt wurden, z.B. in der Bahnhof- und Kirchenstraße, sollen ersetzt werden.

Blühendes Gröbenzell

Viele öffentliche Grünflächen sind in Gröbenzell immer noch als Rasenflächen gestaltet, die einen hohen Pflegeaufwand durch häufiges Mähen erfordern. Eine Extensivierung der Pflege und selteneres Mähen würde Kosten einsparen und zu einem größeren Artenreichtum in den Grünflächen führen. Wir begrüßen den eingeleiteten Umbau von Rasenflächen zu Blühwiesen, die nicht nur durch die Optik erfreuen, sondern auch Weideflächen für Bienen und andere Insekten sind sowie Lebensraum für zahlreiche Kleinlebewesen. Der gemeindliche Grünflächenpflegeplan soll diesen Zielen entsprechend umgestellt werden. Wir befürworten eine Selbstverpflichtung der Gemeinde für die Nutzung torffreier Pflanzerden, um wertvolle Hochmoore zu schützen. Ebenso fordern wir, auf Pestizide, Herbizide und Insektizide zu verzichten. Für die landwirtschaftlichen Flächen im Besitz der Gemeinde soll der Verzicht auf Gifte in Pachtverträgen vorgeschrieben werden.

Renaturierung der Gröbenzeller Bäche - auch als Hochwasserschutz, Gröbenbachwiese als Hochwasser-Rückhaltebecken und Parkanlage

Gröbenzell ist durch die Lage in einem ehemaligen Moorgebiet und durch hohen Grundwasserstand in hohem Maß hochwassergefährdet, wie auch die Festsetzung von Überschwemmungsgebieten zeigt. Im Rahmen des Klimawandels werden häufigere Starkregenereignisse und damit häufigere Hochwassersituationen erwartet. Die Begradigung der Gröbenzeller Bäche in der Vergangenheit hat die Hochwassergefahr erhöht. Wir streben eine Renaturierung der Bäche an, z.B. durch Ausweitungen der Rückhaltezonen dort, wo die Ufersäume nicht bebaut sind. Dies erhöht den ökologischen Wert der Gewässer und reduziert die Hochwassergefahr. Eine naturnahe Bepflanzung der Böschungen stabilisiert die Hänge und reduziert durch ihre Beschattung den Bewuchs des Bachbettes. Als eine sehr wirksame Maßnahme zur Eindämmung der Hochwassergefahr, die vor allem vom Gröbenbach ausgeht, streben wir den öffentlichen Erwerb der landwirtschaftlichen Fläche an der Bodenseestraße durch die Gemeinde an. Dort könnten große Mulden angelegt werden, in denen bei Hochwasser große Wassermengen zurückgehalten werden könnten, damit sie nicht die in Laufrichtung abwärts gelegenen Siedlungsgebiete überschwemmen. Diese Fläche könnte als Parkanlage mit ökologisch wertvollen Bereichen gestaltet werden, wodurch Gröbenzell eine attraktive Naherholungsfläche gewönne. Zugleich könnten sich Bauherren, die in ausgewiesenen Überschwemmungsgebieten bauen wollen, über eine Poollösung dort ihren Ausgleich nachweisen.

Böhmerweiher

Die Gröbenzeller GRÜNEN lehnen einen Ausbau des Böhmerweihers zu einem Freizeitgelände ab. Das Areal der beiden Böhmerweiher erfüllt in seinem jetzigen Zustand eine stille Erholungsmöglichkeit für Menschen, die dort zu Fuß oder mit dem Fahrrad hinkommen. Ein Ausbau zum Badesee soll, wenn überhaupt, nur in minimalen Umfang erfolgen. Die nachgewiesenen schützenswerten Tier- und Pflanzenarten (über 80 rote Liste-Arten) erlauben keine intensive Nutzung des Areals. Gröbenzell würde durch einen Ausbau von einem massiven Parksuchverkehr in den angrenzenden Wohngebieten belastet. Wir wollen den Erhalt des Böhmerweihers als stilles Erholungsgebiet ohne zusätzliche Parkplätze. Stattdessen soll wenn überhaupt anhand dieses Projekts ggf. die Radwege Infrastruktur in den anliegenden Nutzungsgemeinden verbessert werden.

Wir GRÜNE kämpfen für den Schutz von Natur und Umwelt, um Erholungsräume und intakte Ökosysteme heute und morgen zu erhalten, damit wir unseren Kindern gesunde Böden, sauberes Wasser und reine Luft hinterlassen können.

Einwegprodukte

Wir unterstützen Initiativen die der Vermeidung von Einwegprodukten und kurzlebigen Konsumgütern – insbesondere aus Kunststoff – dienen, z.B. Stofftaschensammelaktionen, Kleidertauschbörsen, Repair Cafés oder auch Pfand- und Rücknahmesysteme für Coffee-to-go-Becher.

Initiativen zur Reduzierung von Verpackungsmüll beim Einkaufen wollen wir gezielt unterstützten.

Silvesterfeuerwerk

Als Alternative zu den alljährlichen privaten Silvesterfeuerwerken, die eine enorme Schadstoffbelastung zur Folge haben, für Tiere eine dramatische Verängstigung darstellen und große Müllberge hinterlassen, bemühen wir uns um ein attraktives öffentliches Angebot im Ortszentrum, z.B. eine öffentliche Neujahrsfeier am Rathausplatz um eine große Feuerschale.

Grüne Mobilität für mehr Lebensqualität

Die Mobilität der Zukunft ist umwelt- und klimafreundlich, bezahlbar, intelligent, vernetzt und emissionsarm.Wir GRÜNE wollen Bahn und Bus, Fuß- und Radverkehr so attraktiv machen, dass sie gleichberechtigte, schnelle, bequeme und effiziente Mobilitätsangebote für alle bieten. Der Umstieg auf Alternativen jenseits des Autos ist unser klares Ziel für eine gesunde Umwelt, weniger Lärm und mehr Lebensqualität in unseren Ortschaften. Die im folgenden genannten Grundsätze sollen bei allen vorgenannten Maßnahmen zur Ortsentwicklung sinngemäß angewendet werden.

Wir brauchen vor allem ein besseres und attraktiveres Angebot der öffentlichen Verkehrsmittel, sichere und komfortable Infrastruktur für Fahrräder und Pedelecs, Carsharing-Angebote und eine gute Vernetzung aller Verkehrsmittel. Emissionsfreie Mobilität wollen wir durch die Förderung der Elektromobilität in den Kommunen voranbringen, die Ladeinfrastruktur vor allem an Garagen und Garagenhöfen ausbauen und schrittweise auf emissionsarme und emissionsfreie Busse umstellen. Wir wollen einen attraktiven und günstigen ÖPNV realisieren. Wir unterstützen ergänzende Angebote wie Ruftaxis oder Chauffeurservices wie das Gröbenzell Modell „Mietse“. Die Chancen der Digitalisierung wollen wir nutzen, um beispielsweise den ÖPNV mit nachfrageorientierten Angeboten auszubauen.

ÖPNV-Ausbau

Ohne Zweifel ist für Gröbenzell die S-Bahn der wesentliche Verkehrsträger für die Erschließung des Großraums München. Diese wird heute schon ergänzt durch ein lokales Angebot von Buslinien zwischen den Nachbargemeinden und durch den Ortsbus. Die Situation bzgl. Takt, Preis sowie Qualität und Zuverlässigkeit des S-Bahn-Verkehrs ist leider nach wie vor nicht zufriedenstellend – und das obwohl die GRÜNEN in Gröbenzell schon seit jeher weit über die regulären kommunalen Einflussmöglichkeiten hinaus aktiv geworden sind. Wir unterstützen den Ausbau der U5 von Laim nach Pasing als leistungsfähige Alternative zur S-Bahn-Stammstrecke. Den Bau der zweiten Stammstrecke sehen wir kritisch, weil die Zentrierung des S-Bahn-Netzes auf Münchens Mitte fortgeschrieben wird, statt neue Verknüpfungen und Areale über einen Nord- oder Südring anzubinden. Die Kostenentwicklung der zweiten Stammstrecke lässt befürchten, dass für dringende Netzertüchtigungen wie den S4-Ausbau nicht genügend Mittel verbleiben werden.

Wir werden daher weiterhin neue Wege (z.B. unsere Petition zum Thema "S-Bahn Chaos" bei change.org) suchen, um unsere Ziele durchzusetzen:

• Erfüllung der Grundanforderungen an Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit
• Ganztägiger Zehn-Minuten Takt
• Nachtlinienausbau
• Gerechte Tarifstruktur
• 365 EUR Ticket nach dem Wiener Modell
• Ausbau der U5 von Laim nach Pasing
• Schaffung von Angeboten für einen tangentialen, d.h. nicht radial in Richtung München bzw. auswärts erfolgenden Verkehr z.B. durch Ringbuslinien
• 20 Minutentakt der Linie 832

Koexistenz verschiedener Verkehrsmittel

Der PKW Verkehr muss reduziert werden. Der überörtliche Verkehr darf nicht zu einer weiteren Belastung unserer Gemeinde führen. Daher lehnen wir die Olchinger Ortsumgehung ab. Auch der Verkehr aus Lochhausen bzw. Freiham muss durch dortige Maßnahmen (z.B. Einkaufsmöglichkeiten und Freizeitangebot) verringert werden. Lärmschutzmaßnahmen (z.B. Tempolimit) entlang der A8/A99 zur Reduzierung der Lärmbelastung in Gröbenzell Nord müssen geprüft werden. Als Maßnahmen zur verträglichen Ausgestaltung des PKW-Verkehrs mit allen anderen Verkehrsteilnehmern entlang der Staatsstraße stellen wir uns vor:

• Mehr Raum für den Fahrradverkehr inkl. Modernisierung der baulichen Maßnahmen (u.a. Markierungen, flache Bordsteine)
• Schaffung eines Fahrradweges entlang der Olchinger Straße im Bereich der Lebensmittelmärkte und des Wertstoffhofs
• Verbesserung der Kreuzungssituationen an den gefährlichen Stellen (z.B. Kirchenstraße, Freyastraße und Friedensstraße)
• Schaffung von Querungsmöglichkeiten, z.B. durch Inseln oder Zebrastreifen entlang des gesamten Verlaufs

Aber auch der innerörtliche PKW-Verkehr muss weiter verbessert werden, damit der öffentliche Raum allen Verkehrsteilnehmern gleichberechtigt und sicher zur Verfügung steht:

• Flächendeckendes Tempo 30, mindestens aber an einigen Stellen der Staatsstraße z.B. auf Höhe des Integrationskindergartens
• Optimierung des für das Abstellen von Fahrzeugen genutzten Raumes
• Konsequente Berücksichtigung des Fahrradverkehrs
• Bauliche Maßnahmen in der Bahnhofstraße und in der Zillerhofstraße
• Untersuchung bzgl. einer abknickenden Vorfahrt an der Kreuzung Am Zillerhof / Eschenrieder Straße, um die Anwohner der Eschenrieder Straße zu entlasten

Bei allen Punkten sollen auch neuartige Gestaltungsmöglichkeiten zur Koexistenz von Fußgängern, Radfahrern und Autofahren geprüft und ggf. umgesetzt werden, so z.B. Fahrradstraßen und gemeinsam genutzte Flächen ("shared space").

Stärkung des Fahrradverkehrs

Ergänzend muss das Angebot für den Fahrradverkehr weiterhin ausgebaut werden. Unsere Forderungen:

• die Schließung von Lücken im (regionalen) Fahrradwegenetz (z.B. Fahrradweg Lena-Christ-Straße, Unterführung am Ascherbach)
• die Schaffung von Radschnellrouten auf dem Weg zum Langwieder See und weiter nach München
• Fahrradabstellanlagen in Bahnhofsnähe und an frequentierten Orten wie Freizeitheim, Stockwerk, den Geschäften im Zentrum und vor den Einkaufsmärkten
• Beleuchtung der Radwege (z.B. auf dem Radweg nach Olching)
• Verbesserung und Schaffung von Abstellmöglichkeiten auch für hochwertigere Fahrräder
• Leihradstation in Bahnhofsnähe

Elektromobilität und Carsharing

Zur weiteren Reduktion der Lärm- und Luftemissionen wollen wir die Elektromobilität fördern. Dies umfasst die Ausstattung des gemeindlichen Fuhrparks, des Ortsbusses sowie der Lade-Möglichkeiten für private E-Fahrzeuge.

Auch sollen weitere Angebote zum Carsharing unterstützt werden, z.B. durch zentral gelegene Übergabepunkte (kombiniert mit Ladestationen) und reservierte Parkbereiche für Carsharing-Fahrzeuge.

Reduktion des Flugverkehrs

Die Lärmbelästigung durch den Flughafen München ist in den letzten Jahren weiter angestiegen. Nicht nur deswegen muss die öffentliche Subventionierung des Flugverkehrs unterbleiben. Einen weiteren Ausbau des Flughafens München lehnen wir ab.

Wir unterstützen Maßnahmen zur Reduzierung des innerdeutschen Flugverkehrs durch Verlagerung auf die Bahn.

Bildung und Betreuung

Wir GRÜNE wollen Gröbenzell stärker als familienfreundliche Gemeinde ausbauen und die Erwachsenenbildung fördern.

Kinderbetreuung

Wir setzen uns ein für eine bedarfsdeckende Anzahl von Kinderkrippen- und Kindergartenplätzen. Ein zeitnaher Neubau räumlich flexibler mehrgruppiger Kindereinrichtungen (Krippe / Kindergarten) auf geeigneten Gemeindegrundstücken ist erforderlich.

Bei diesen Neubauten sollten stets die Möglichkeiten ausgelotet und ausgenützt werden, gleichzeitig preiswerte Dienstwohnungen zu errichten. Die Gehälter der Mitarbeiter*innen in Kindereinrichtungen ermöglichen es kaum, Wohnraum auf dem freien Mietmarkt zu finden.

Die Gebühren für die Kinderbetreuung müssen gesenkt werden.

Unser Ziel ist es, über einen Gröbenzeller Förderungsfond Familien mit geringen Einkommen finanziell zu entlasten. Leider hat die einkommensorientierte Gebührenordnung in den letzten Jahren ihr Ziel nicht erreicht, finanzielle Ungleichheiten zu beheben, sondern das Personal der Einrichtungen mit wesentlich mehr Verwaltungsarbeit belastet (eine Zeit, die nicht mehr zur Betreuung unserer Kinder zur Verfügung steht).

In allen Einrichtungen sollte ein preiswertes, möglichst Bio-Mittagessen aus regionalen Produkten angeboten werden.

Wir begrüßen den aktuellen Entschluss des Gröbenzeller Gemeinderats für die Gewährung der "Großraum München Zulage" auch in Gröbenzell, und fordern dessen zügige Umsetzung bei allen Trägern.

Hort

Alle Kinder in Gröbenzell müssen einen gleichberechtigen Zugang zur Ganztagsbetreuung haben. Wir wollen im Bereich der Horte analog zu den Kindergärten und -krippen eine stärkere Flexibilisierung der Öffnungszeiten. Zudem fordern wir eine bedarfsgerechtere Planung von Hortplätzen (die sich z.B. an der Zahl der Kindergartenanmeldungen des Vorjahres orientiert).

Schulen

Wir GRÜNEN fordern, alle drei örtlichen Grundschulen kontinuierlich zu modernisieren und den sich wandelnden pädagogischen Standards anzupassen. Lernen und Lehren soll in einem pädagogisch adäquaten Rahmen mit Freude möglich sein.

Regelmäßig sollte geprüft werden, ob Gröbenzell wie bis vor wenigen Jahren als Standort für eine Mittelschule in Frage kommt. Eine wohnortnahe Versorgung aller Schulkinder ist wünschenswert.

Letzteres ist eine sinnvolle Ergänzung der Gröbenzeller Schulvielfalt, zu der auch die Waldorfschule einen wichtigen Teil beiträgt. Diese pädagogische Alternative sollte von unserer Gemeinde weiterhin unterstützt und gefördert werden. Der Bau einer gemeinsam genutzten Turnhalle wäre eine gute Gelegenheit zur Kooperation.

Spielplätze

Spielplätze sind wichtig. Daher möchten wir die Ausstattung unserer gemeindlichen Angebote verbessern. Die Sicherheit der Anlagen muss regelmäßig überprüft werden, und alte und mangelhafte Spielgeräte zügig durch neue ersetzt werden.

Neue Spielgeräte sollen für Kinder interessant sein, damit sie auch gerne dorthin gehen und sich mit anderen Kindern und somit anderen Familien treffen. Die klassischen Klettergerüste mit Rutsche reichen dazu nicht aus. Vielmehr locken größere Gerüste und verschiedene Spielgeräte Kinder an. Wasserspielplätze sind ebenso eine Option. Der Spielplatz am Ascherbach könnte als Vorbild für attraktive Kinderspielplätze dienen. Ideal wären unterschiedliche Themen für jeden Spielplatz.

Erwachsenenbildung und Bibliothek

Unsere Gröbenzeller Bildungsträger leisten wichtige Arbeit. Eine bedarfsgerechte Finanzierung muss auch in Zukunft sichergestellt werden.

Insbesondere für das Angebot der Volkshochschule müssen neben der Finanzunterstützung auch entsprechende Räumlichkeiten bereitgestellt werden. Dafür setzen wir uns ein.

Unsere Bücherei entspricht weder in ihrer Größe noch in ihrer Ausstattung den Anforderungen einer solchen Einrichtung im Jahr 2020. Die aktuell beschlossenen Umbaumaßnahmen stellen lediglich ein Notprogramm dar. Mittelfristig gilt es, das Raumangebot deutlich zu erweitern und mit einer modernen Gestaltung den veränderten Bedürfnissen der Nutzer*innen Rechnung zu tragen.

Jugend

Unser Jugendzentrum zeichnet sich durch ein breit gefächertes, engagiertes und beliebtes Angebot für Kinder zwischen 8 und 14 Jahren aus. Unser Ziel ist, es durch entsprechende Angebote und Öffnungszeiten auch wieder für ältere Jugendliche als Treffpunkt attraktiv zu werden. Der aktuelle personelle Umbruch im „Impuls“ könnte eine Chance sein, diese Veränderungen zu realisieren.

Um mehr Jugendliche zu erreichen, unterstützen wir nach wie vor die Idee eine Jugendcafés als Erweiterung des Spektrums. Eine möglichst zentrale Lage, moderate Preise und bedarfsgerechte Öffnungszeiten sind die nötige Basis. Wird ein solches Projekt von jungen Gröbenzeller*innen initiiert, versprechen wir unsere volle Unterstützung.

Wir bedauern den Verlust der „Hexe“ als etablierter Jugendtreffpunkt und setzen uns für die schnellstmögliche Schaffung eines Ersatzangebots ein, z.B. im ehemaligen Polizeigebäude oder auf dem Grundstück der ehemaligen Esso-Tankstelle.

Bezahlbarer Wohnraum

Gerade auf dem angespannten Wohnungsmarkt in München und Umgebung ist preiswerter Wohnraum wichtig. Das ist u.a. eine Motivation für die im Abschnitt „Zukunftsfähiges Baurecht“ dargestellten Maßnahmen.

Wir wollen, dass in Gröbenzell erschwinglicher Geschosswohnungsbau errichtet wird. Hierfür eignen sich besonders die gemeindlichen Grundstücke in der Bahnhofstraße. Dort gilt ebenso wie für ganz Gröbenzell: Preiswerter Wohnraum muss Vorrang haben vor den kommerziellen Interessen von Großinverstoren!

Wohnraum neu denken

Wir möchten den Spielraum mit innovativen Ideen (Überbauung von Parkflächen sowie existierenden eingeschossigen Gebäuden) deutlich erweitern.

Viele Menschen haben auf dem privaten Wohnungsmarkt kaum eine Chance. Hier muss die Kommune eingreifen und eigene Angebote schaffen.

Der gemeindliche Wohnungsbestand muss erhalten werden, Verkäufe soll es nur in Ausnahmefällen geben. Das Belegrecht soll bei der Gemeinde liegen.

Wir befürworten die beschlossene Bebauung des Züblin-Zwickels, wobei wir den Bau eines Kindergartens an dieser Stelle aus verkehrstechnischen Gründen für kritisch halten.

Mietspiegel

Wir fordern die Erstellung eines kommunalen Mietspiegels. Ein Mietspiegel hilft nicht nur Mietern, weil er den Anstieg der Mieten abfedert, sondern auch den Vermietern, weil er Rechts- und Planungssicherheit schafft und teure Rechtsprozesse vermeiden hilft. Der Mietspiegel muss auf einer seriösen, realitätsnahen Grundlage erstellt werden und darf keine Phantasiezahlen enthalten.

Klima in unserer Gesellschaft

Seniorinnen und Senioren

Unsere Gesellschaft ist in den letzten Jahren und Jahrzehnten heterogener geworden. Durch den demographischen Wandel, die zunehmende Migration und die Änderungen gesellschaftlicher Strukturen (Single-Haushalte und Patchwork-Familien) ergeben sich neue Herausforderungen, denen mit einer nachhaltigen Gesellschaftspolitik begegnet werden muss.

Seniorengerechte Wohnformen

Seniorenpolitik wird eine zunehmende Herausforderung für unsere Kommune sein. Die Kommunen müssen sich auf den steigenden Anteil älterer Menschen einstellen: Heute ist ca. ein Viertel der Gröbenzeller Bevölkerung über 65 Jahre alt, 2030 wird ca. jeder dritte und 2050 beinahe jeder zweite Einwohner über 65 Jahre alt sein. Dieser Entwicklung müssen wir aktiv Rechnung tragen: Wir brauchen bezahlbaren, barrierefrei ausgebauten Geschosswohnungsbau. Insbesondere in der Bahnhofstraße können diese Wohnungen realisiert werden. In Mehrgenerationenhäusern können Alt und Jung nah beieinander wohnen und sich gegenseitig helfen. Auch wenn dies natürlich kein Modell für alle ist, sollte die Gemeinde Gröbenzell die städtebaulichen Rahmenbedingungen für die Errichtung eines Mehrgenerationenhauses in unserem Ort schaffen. Als weitere Wohnform vor allem für alleinstehende Senioren bieten sich Wohngemeinschaften an. Im Rahmen der Neubebauung der Bahnhofstraße wollen wir Möglichkeiten für solche Senioren-Wohngemeinschaften einrichten. Die Gemeindeverwaltung kann hier aufklärend und beratend eingreifen. Schon jetzt gibt es im Bundesgebiet zahlreiche erfolgreiche Projekte. Deren Erfahrungen und Erkenntnisse kann man nutzen, um Interessierten in Gröbenzell den Weg zu ihrem Projekt zu erleichtern. Hier muss in der Gemeindeverwaltung die fachliche Kompetenz aufgebaut und entsprechende Informations- und Beratungsleistungen konzipiert werden.

Das Betreute Wohnen in Gröbenzell können sich derzeit nur wohlhabende Menschen leisten. Wir fordern die Einrichtung eines gemeindlichen Betreuten Wohnens in der Bahnhofstraße mit bezahlbaren Mietwohnungen.

Kulturspezifische Pflegeangebote werden in Zukunft eine größere Rolle spielen müssen. Auf kulturelle und soziale Besonderheiten ist auch in der Pflege verstärkt Rücksicht zu nehmen. Wir wollen, dass Angebote in diesem Bereich geschaffen werden.

Schaffung von Demenzgruppen

Das Risiko, an einer Demenz zu erkranken, steigt mit dem Alterungsprozess stark an. Sind nur etwa zwei Prozent aller Menschen zwischen 65 und 69 Jahren betroffen, steigt die Anzahl der Dementen bei den über 90 Jährigen auf über 30 Prozent. In Gröbenzell gibt es ca. 300 Menschen, die an Demenz erkrankt sind. Es besteht ein starkes Missverhältnis von Betreuungsangeboten und deren Notwendigkeit. Da dementen Menschen und den Angehörigen nicht nur mit einer ambulanten Altenpflege gedient ist, die für einige Minuten/Stunden am Tag z.B. beim Waschen und Anziehen hilft, muss eine Tagespflege für diese Menschen eingerichtet werden. Viele Demenzkranke könnten zu Hause wohnen bleiben, wenn sie, solange die Angehörigen ihrem Beruf nachgehen, gut betreut werden. Wir fordern daher die Einrichtung einer ambulanten Demenz-Gruppe in Gröbenzell. Außerdem wollen wir im Rahmen der Neubebauung der Bahnhofstraße dort eine eigene Wohngruppe für Demenzkranke einrichten.

Barrierefreiheit überall

Barrierefreiheit sollte in allen öffentlichen Gebäuden, z.B. Schulen und Rathaus, in allen Einzelhandelsgeschäften, in Einrichtungen wie Arztpraxen, Apotheken etc. umgesetzt werden. Die Gehsteige sind dort abzuflachen, wo Menschen mit Rollatoren die Straßen bzw. Ampeln überqueren müssen. Die gegenüberliegenden Gehsteige müssen mit einbezogen werden. Die Wege für behindertengerechte Toiletten im Ort sind auszuschildern. Behindertengerechte Toiletten fehlen am S-Bahnhof und müssen dringend von der Deutschen Bahn eingefordert werden. Im Bürgerhaus befindet sich eine Toilette im Keller, die allerdings durch schwer zu öffnende Türen gerade für Rollstuhlfahrer und Menschen mit Rollatoren nicht zugänglich ist. Wir setzen uns für Verbesserung dieses Zustandes ein. Ein Ärgernis sind auch etliche Behindertenautoparkplätze im Zentrum. Oftmals sind die Parkplätze zu eng bemessen, so dass das Ausladen des Rollstuhls auf der befahrenen Straße stattfinden muss.

Es fehlen außerdem Sitzmöglichkeiten, z.B. Parkbänke im Zentrum Gröbenzells, auf denen Mitbürger mit Mobilitätseinschränkung ausruhen können. Außerdem könnte dies der Kommunikation und einer Belebung des Ortszentrums dienen.

Wohnortnahe Versorgungsmöglichkeiten

Bis jetzt sind Dienstleistungen wie kostengünstiger Einkaufsservice Mangelware in Gröbenzell. Wichtig wäre hierfür ein bürgerschaftliches Engagement, z.B. mit dem Schlagwort "Jung hilft Alt". Bis jetzt gibt es einen Lieferservice von Ökokiste und anderen. Von Seiten der Kommune sollten auch die weiteren Einzelhandelsgeschäfte zu dieser Dienstleistung motiviert werden. Es ist ein Zukunftsmodell und eine Marktlücke im Einzelhandel, da viele Senioren über eine erhebliche Kaufkraft verfügen.

Die Arbeitskreise "Senioren in Gröbenzell" und "Leben ohne Barrieren" leisten wichtige Arbeit für unseren Ort. Wir wollen auch weiterhin eng mit ihnen zusammenarbeiten, sie unterstützen und ihre Vorschläge, soweit irgendwie möglich, umsetzen.

Gleichberechtigung konsequent einfordern

Frauen und Männer brauchen gleiche Chancen und keine Rollenklischees, die sie einschränken. Wir GRÜNE stehen für die völlige Gleichberechtigung beider Geschlechter im Berufsleben, bei der Bezahlung und bei den Karrierechancen. Das ist auch in unserer Liste von Gemeinderatskandidat*innen für Gröbenzell ersichtlich, in denen engagierte Kommunalpolitiker*innen nach einem paritätischen Prinzip aufgestellt wurden.

Eine moderne Gleichstellungspolitik basiert auf der Erkenntnis, dass beide Geschlechter in verschiedenen Bereichen benachteiligt sind bzw. sein können. Auch wenn es immer noch wesentlich häufiger Frauen sind, die unter geschlechtsspezifischen Benachteiligungen zu leiden haben, dürfen wir nicht übersehen, dass es beispielsweise auch Unterrepräsentationen von Männern, beispielsweise in den sozialen Berufen, gibt.

Frauen und Männer können z.B. dann wirtschaftlich unabhängig voneinander sein, wenn familiengerechte Betreuungsmodelle Frauen und Männern erlauben, gleichwertige Beschäftigungschancen anzunehmen.

Auch bei Förderung, Aus- und Weiterbildung ist verstärkt darauf zu achten, dass Familie und Beruf vereinbar sind.

Die Gemeinde Gröbenzell muss bei der Gleichstellung aller Geschlechter Vorreiter sein.

Hier unterstützen wir die Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde bei ihrer wichtigen Arbeit und fordern die Benennung eines unterstützenden Referenten für Gleichstellung im Gemeinderat.

Wir wollen die Gleichstellung aller Geschlechter stärker in der Führungsebene der Gemeinde fördern und sichtbar machen. Über ein breit gefächertes und bedarfsgerechtes Betreuungsangebot ermöglichen wir es Frauen und Männern in Gröbenzell, ihrer Berufstätigkeit nachzugehen und Familie und Beruf in Einklang zu bringen.

Mitglieder des Gemeinderats wollen wir bei der Ausübung Ihres Ehrenamts durch eine kostenlose Kinderbetreuung während der Sitzungen unterstützen.

Inklusion

Die Umsetzung der Forderungen der UN-Behindertenkonvention aus dem Jahr 2009 gestaltet sich in Bayern noch immer sehr zögerlich.

Inklusion beginnt mit abgeflachten Randsteinen und hört beim gemeinsamen Spielen und Lernen aller Kinder noch lange nicht auf. Viele wichtige Veränderungen bedürfen der Initiative und Finanzierung unserer Landesregierung. Nur wenn z.B. in allen Kindergärten und Schulen zusätzlich ausreichend speziell ausgebildete Pädagog*innen angestellt werden, können Kinder mit Behinderungen wohnortnah adäquat und individuell gefördert werden und gleichzeitig tagtäglich mit nichtbehinderten Kindern zusammen sein. Davon würden alle Kinder enorm profitieren. Zudem wäre der Wegfall unzähliger Schulbusfahrten vieler verschiedener Kinder in viele verschieden Schulen ein nicht zu unterschätzender Beitrag zur Senkung des CO2-Ausstosses. Wir unterstützen den barrierefreien Umbau aller in Frage kommenden gemeindlichen Einrichtungen.

Plätze, Straßen, Wege, Übergänge und Ampeln in Gröbenzell müssen zügiger als bisher barrierefrei gestaltet werden. Geh- und sehbehinderte Mitbürger*innen sollen gefahrlos und ohne große Anstrengungen in unserer Gemeinde mobil sein können.

Weltoffene Gemeinde

Gröbenzell ist eine weltoffene Gemeinde, die Menschen unabhängig von Geschlecht, Religion, Herkunft, Alter und sexueller Identität willkommen heißt. Wir wollen aktiv zu diesem offenen Klima beitragen. Dazu gehört für uns GRÜNE eine klare Abgrenzung gegen Rechts. Gröbenzell muss auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Bevölkerungsgruppen eingehen und sie zum Maßstab des politischen Handelns machen.

In Gröbenzell leben viele Menschen nichtdeutscher Herkunft. Die allermeisten von ihnen sind hervorragend integriert. Um diejenigen, die noch nicht so gut deutsch sprechen, in unser Gemeinwesen einzubinden, muss die Gemeinde die Kosten von Integrations- und Deutschkursen, die von örtlichen Bildungsträgern angeboten werden, bis zum Niveau B2 übernehmen.

In Gröbenzell sind Asylbewerber*innen willkommen. Ihre Unterbringung soll wie bisher dezentral erfolgen. Unsere Gemeinde muss ihren Einfluss nutzen, um das Leben und die Betreuung der Flüchtlinge zu verbessern. Die Ausgabe von Essenspaketen, das Verbot, den Landkreis zu verlassen, und andere diskriminierende Maßnahmen lehnen wir strikt ab. Wir freuen uns sehr, dass sich in Gröbenzell ein Unterstützerkreis für Asylbewerberinnen und Asylbewerber gebildet hat und sichern ihm größtmöglichen Beistand zu.

Ebenfalls erfreulich ist es, dass Gröbenzell mittlerweile Fair-Trade-Gemeinde geworden ist. So wollen wir weitere örtliche Händler und Gastronomen für die Fair-Trade-Idee gewinnen. Das Rathaus sollte als "Aushängeschild" für Fair-Trade z.B. nur Fair-Trade-Kaffee und -Tee anbieten und alle Give-aways bei Fair-Trade-Partnern herstellen lassen. Ferner sollte die Gemeinde Gröbenzell die Arbeit der Eine-Welt-Gruppe Gröbenzell stärker unterstützen. Derzeit wird die Fair-Trade-Initiative im Wesentlichen von Ehrenamtlichen getragen. Anders als in anderen Orten bekommt sie kaum Unterstützung aus der Gemeinde. Das wollen wir ändern.

Die Verwendung von Produkten aus ausbeuterischer Kinderarbeit lehnen wir strikt ab.

In Schulen und Jugendeinrichtungen fühlen sich schwule, lesbische und Transgender-Jugendliche gerade während der Pubertät häufig ausgegrenzt und unwohl; zugleich haben sie unter anderem gegenüber heterosexuellen Gleichaltrigen ein deutlich erhöhtes Suizidrisiko. Auf Antrag von uns GRÜNEN hat der Fürstenfeldbrucker Kreistag beschlossen, sich in seinen Schulen an der Kampagne "Wir sind für dich da" der Landeshauptstadt München zu beteiligen. Sie richtet sich gezielt an schwule, lesbische und Transgender-Jugendliche und zeigt ihnen Perspektiven auf. Wir unterstützen diese Kampagne auch am Gröbenzeller Gymnasium.

Wir fordern, dass die Gemeinde Zuschüsse und Trägerschaften nur an Organisationen vergibt, die garantieren, Mitarbeiter*innen nicht aufgrund der religiösen Überzeugung, des Wechsels des Familienstands oder der sexuellen Orientierung zu diskriminieren.

Kultur in Gröbenzell

Musik und Theater

Gröbenzell verfügt über eine reichhaltige, ehrenamtliche Kulturszene mit mehreren seit Jahrzehnten aktiven Theatergruppen, sowie zahlreichen Chören und Orchestern.

Seit der Schließung der „Hexe“ fehlt eine Bühne für Pop- und Rockkonzerte, die überwiegend junges Publikum ansprechen.

Wir fordern:

• den Bau eines Kulturhauses mit einer Bühne, die über eine fest installierte Beleuchtungsanlage, eine erstklassige Akustik und eine moderne Bühnentechnik verfügt.
• Probenräume und geeignete Lagerungsmöglichkeiten für Requisiten und Musikalien
• dass Kultur in Gröbenzell nicht nur auf kommerzieller Basis stattfindet, sondern ehrenamtliches kulturelles Engagement, das für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in einer Gemeinde unverzichtbar ist, gefördert und finanziell ausreichend ausgestattet wird.

Vereinsleben

Die Vereine Gröbenzells bilden ein wichtiges Fundament des Zusammenlebens in unserer Gemeinde. Dies ist eine wichtige Basis für die Jugendarbeit und die Integration von geflüchteten Kindern.

Wir fordern:

• gemeindliches Budget für unbürokratische Vereinsförderung sowohl für kurzfristige als auch längerfristige Maßnahmen
• gemeindliche Räume den Gröbenzeller Vereinen kostenfrei zur Verfügung stehen.
• mögliche Anmietung des neuen Gemeindebusses zur Verwendung durch Vereine

Sport in Gröbenzell

Bewegung ist für viele Menschen ein Grundbedürfnis. Egal ob im Verein oder einfach „nur“ in der Freizeit, Gröbenzell bietet hier eine Vielzahl an Möglichkeiten, insbesondere auch aufgrund der zahlreichen Sportvereine, die prägend für das Gröbenzeller Leben sind und die Gemeinde in zahlreicher Hinsicht nach außen hin präsentieren.

Wir fordern:

• Nachhaltige Finanzierung der Instandhaltung der Sportstätten-Infrastruktur
• wohnortnah und nicht vereinsgebundene Sportstätten für alle Altersklassen (z.B. frei verfügbaren Bolzplätze, Boulderwände oder der gemeinsam mit der Stadt Puchheim finanzierte Skatepark)

Feuerwehr

Unsere Freiwillige Feuerwehr leistet unschätzbare Arbeit für die Gemeinde Gröbenzell und das an 365 Tagen rund um die Uhr. Dies ist nur mit einer bedarfsgerechten technischen Ausstattung möglich. Wir setzen uns dafür ein, dass diese Ausstattung auch in Zukunft sichergestellt wird. Maßnahmen hinsichtlich Erneuerung und Anpassung an die Bedarfe sind dringend zu priorisieren.

Ehrenamt

Gröbenzell in seiner Vielfalt ist ohne ehrenamtliche Helfer nicht denkbar. Sie sorgen für unsere Sicherheit (z.B. in Feuerwehr und Rettungsdiensten) und unterstützen Menschen nicht-deutscher Herkunft sich zu integrieren (z.B. Asylhelferkreis). Wir verdanken ihnen Vielfalt in unserem Kultur- und Vereinsleben, eine deutlich bessere Betreuung (z.B. Hospizverein), zahlreiche Initiativen für unsere Kinder in unseren Kindergärten und an unseren Schulen, und vieles mehr.

Um Ehrenamt zu fördern, reicht es nicht, nur über die Gemeindehomepage eine Ehrenamtsbörse anzubieten oder eine Ehrenamtskarte bei mindestens fünf Stunden Ehrenamt pro Woche auszustellen. Wir Grünen wollen DANKE! sagen an unsere ehrenamtliche Helfer!

Wir fordern:

• Einführung eines Gröbenzeller Ehrenamtspreises
• die Einrichtung eines "Ehrenamtsbudgets", aus dem die Gemeinde Gröbenzell Ausbildungen im Ehrenamt finanziell unterstützt.

Gewerbe und wirtschaftliche Entwicklung

Gewerbe im Ort

Die Gewerbetreibenden in Gröbenzell sind ein wichtiger Bestandteil des örtlichen Lebens. Es gilt daher die weitere Ansiedlung von Gewerbeunternehmen zu fördern, um wohnortnahe Arbeitsplätze zu schaffen. Wir stehen zu einem stabilen Gewerbesteuerhebesatz.

Ein besonderes Augenmerk legen wir auf kleinteilige und vielfältige Angebote. Das Ortszentrum muss weiterhin ein Ort der Nahversorgung für die Gröbenzeller*innen sein. Daher soll die Gemeindeverwaltung hier beratend zur Seite stehen, wenn es um die Einrichtung von Fahrrad-Abstellmöglichkeiten, die barrierefreie Umgestaltung oder seniorengerechte Angebote geht.

Der Verein SIG (Selbständige in Gröbenzell) leistet hervorragende Vernetzungsarbeit. Diese Arbeit soll auch weiterhin von gemeindlicher Seite positiv begleitet und wenn möglich unterstützt werden.

Wir befürworten eine wohnortnahe Versorgung, daher freuen wir uns über den Erhalt der zwei Supermärkte in Bahnhof- und Kirchenstraße. Wir sehen darüber hinaus allerdings keinen Bedarf für große Supermärkte im Ortszentrum. Weitere Großmärkte im Gewerbegebiet lehnen wir ab. Die Belastung der Olchinger Straße mit Verkehr ist bereits jetzt enorm.

Wir möchten eine Ausbildungsplatzbörse in Gröbenzell. Viele junge Erwachsene sind auf wohnortnahe Ausbildungsplätze angewiesen. Daher möchten wir unter der Schirmherrschaft der Gemeinde in Zusammenarbeit mit den örtlichen Gewerbetreibenden und dem Bund der Selbständigen ein solches Angebot schaffen.

Schnelles Internet

Gröbenzell ist in Sachen "schnelles Internet" ein Flickenteppich: Während es Gebiete gibt, in denen eine hervorragende Internetverbindung herrscht, leiden andererseits ganze Straßenzugänge unter einer sehr langsamen Internetverbindung. Wir wollen flächendeckendes schnelles Internet für ganz Gröbenzell. Dazu muss der Druck auf die Netzbetreiber konsequent erhöht werden. Bisher erkennen wir hier keinerlei substantielle Bemühungen seitens des Rathauses. Sollte dies nicht genügen, muss die Gemeinde selbst versuchen, über entsprechende technische Maßnahmen zu einem flächendeckenden schnellen Internet in ganz Gröbenzell zu gelangen.

Die Gemeinde für die Bevölkerung: bedarfsorientiert - transparent - gestaltbar - digital

Gemeindeverwaltung

In der Gemeindeverwaltung ist eine atmosphärische Klimaveränderung erforderlich. Die vergangenen Jahre waren gekennzeichnet von hoher Fluktuation, auch von vielen langjährig für unsere Gemeinde tätigen Mitarbeiter*innen. Diesen Trend wollen wir stoppen.

• Stärkung der Eigenverantwortung der Mitarbeiter
• Integrative Führungskultur
• Moderne Gestaltung des Arbeitsplatzes

Bürgerfreundliche Gemeinde

Wir wollen die kommunale Verwaltung bürgerfreundlicher gestalten (konkrete Maßnahmen zur Vermeidung von langen Wartezeiten z.B. beim Bürgeramt).

Wir fordern:

• Einsatz digitaler Formulare oder Online-Anmelde- und Registrierungsprozesse
• Bürgerbeteiligung durch frühzeitige Information von Bürger*innen zu wichtigen Planungen
• Öffentliche Bereitstellung von Vorberatungen in Ausschüssen
• Nutzung des Internet zur Mitwirkung
• Vorlagen und Protokolle aus öffentlichen Sitzungen sollen online zur Verfügung gestellt werden.

URL:https://www.gruene-groebenzell.de/kommunalwahlprogramm/