Grüne haben Gröbenzeller Klimaschutz-Preis durchgesetzt

Die Gemeinde Gröbenzell soll künftig einen jährlich zu vergebenen Klimaschutz-Preis ausloben, mit dem besonders wirksame oder innovative Maßnahmen zum Klimaschutz ausgezeichnet werden.

Gröbenzell ist fast vollflächig bebaut und daher nur eingeschränkte Möglichkeiten Klimaschutzmaßnahmen umzusetzen, die einen Flächenbedarf haben (z.B. Aufforstung, Schaffung von Wind- oder Solarparks). Daher sind Klimaschutzmaßnahmen im Wesentlichen auf die Verkehrswende und die energetische Optimierung des Gebäudebestandes begrenzt.

Die auf Antrag der Grünen beschlossene Auslobung eines Klimaschutzpreises ist ein wichtiger Anreiz, um herausragende Projekte und Maßnahmen auszuzeichnen, die einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten und als Vorbild oder Anregung für andere dienen können. Beispiele könnten etwa der Umbau eines älteren Bestandsgebäudes auf Passivhaus-Standard, eine vorbildhafte Nutzung erneuerbarer Energien durch Photovoltaik, Solarthermie oder Wärmepumpen, oder auch die Umrüstung eines Firmen-Fuhrparks von Verbrenner-Fahrzeugen auf E-Mobile mit eigener PV-Strom-Versorgung sein.

Eine Jury soll alljährlich den Gröbenzeller Klimaschutzpreis vergeben. Vorschlagsberechtigt sollen die Gemeindeverwaltung, die Gemeinderatsfraktionen und die in der Gemeinde tätigen Energiesparberater sein. Die Auszeichnung soll alljährlich öffentlichkeitswirksam erfolgen.

Fraktion der Grünen Gröbenzell weiterhin für Tempo 30 in der Eschenrieder Straße

Die Fraktion der Grünen Gröbenzell lehnt die kürzlich erfolgte Rücknahme der Tempo-30-Regelung in der Eschenrieder Straße ab. Eine Tempo-30-Regelung ist der Verkehrssituation angemessen und nach Ansicht der Grünen rechtlich umsetzbar.

Streckenbezogene Geschwindigkeitsbegrenzungen nach §45 (1 und 1a) StVO können z.B. aus Gründen der Sicherheit oder zum Schutz der Wohnbevölkerung vor Lärm und Abgasen angeordnet werden, wenn dadurch anders nicht vermeidbare Belästigungen durch den Fahrzeugverkehr verhindert werden können.

Bestätigt wurde diese Haltung der Grünen durch entsprechende Reaktionen von Anwohnern. So kritisierte auch ein Teilnehmer der Bürgerversammlung am 13.11. die Entfernung der Tempo-30-Schilder: seitdem gäbe es „in der Straße wieder mehr Raser, es sei lauter und Radfahrer seien mehr gefährdet“.

Als schwer verständlich empfinden die Gemeinderäte der Grünen, die bereits 2013 Unterschriften für eine Temporeduzierung in der Eschenrieder Straße gesammelt hatten, dass ein Anlieger für die Rückkehr zur Tempo-50-Regelung gekämpft und eine Klage angestrengt hat. Es ist bedauerlich, dass manch einer die Zeichen der Zeit noch nicht erkannt hat und trotz aller negativen Auswirkungen noch immer der Philosophie einer autogerechten Stadt nachhänge – und dies in einem Leserbrief stolz kundtut.

Ursula Retz, Fraktionsvorsitzende & Walter Voit, Referent für Verkehr, Energie und Klimaschutz

Grüne und Freie Wähler für ein einseitiges Parkverbot in der nördlichen Alpenstraße

Enge Begegnung mit Radfahrer in der Alpenstraße

Die Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und der Freien Wähler haben in einem gemeinsamen Antrag an den Gemeinderat die Gemeindeverwaltung beauftragt, in der Alpenstraße im Bereich zwischen Augsburger und Sudetenstraße auf alternierender Straßenseite einseitige Parkverbote einzurichten, die während der Betriebszeiten der Buslinie 832 gelten (Eingeschränktes Halteverbot Verkehrszeichen 286), also nicht nachts und nicht sonntags.

Anders als in den meisten Abschnitten der südlicheren Alpenstraße ist den Bereich zwischen Sudeten- und Augsburger Straße auf beiden Seiten Parken zulässig. Das führt dazu, dass Verkehrsteilnehmer, die sich in Gegenrichtung begegnen, in Einfahrten oder freie Straßenrandabschnitte ausweichen müssen um aneinander vorbeizukommen. Dies funktioniert zumeist problemlos, aber häufig setzt sich einfach der weniger Rücksichtsvolle durch. Bisweilen gibt es erhebliche Gefährdungen für die schwächeren Verkehrsteilnehmer, etwa weil Autofahrer nicht bereit sind, für entgegenkommende Radfahrer Platz zu machen. Der vorgeschriebene seitliche Abstand von 1,5 Metern, mit dem andere Verkehrsteilnehmer von Radfahrern entfernt bleiben sollen, ist in der nördliche Alpenstraße nicht gegeben, sofern nicht der Gegenverkehr außergewöhnlich rücksichtsvoll ist. Erwachsene Radfahrer weichen aufgrund der gefährlichen Enge der Straße in großer Zahl auf den Fußweg aus, was untersagt und ebenfalls gefährlich ist. Kinder oder Nutzer von elektrischen Behindertenfahrzeugen sind in diesem Straßenabschnitt in besonderem Maße gefährdet. Besonders eng und kritisch wird die Situation, wenn die Busse der Linie 832, Schulbusse oder LKW einem anderen Verkehrsteilnehmer begegnen.

Verkehrsteilnehmer, die das Nadelöhr nördliche Alpenstraße meiden, weichen häufig auf die Sudetenstraße aus, was zu einer deutlichen Verkehrsbelastung in dieser Anliegerstraße führt. Anwohner, die ihre PKW auf ihrem Grundstück in der nördlichen Alpenstraße parken, können häufig nur sehr schwer in die Straße einfahren, weil die Sicht bei der Grundstücksausfahrt zwischen den parkenden Fahrzeugen eingeschränkt ist. Daher parken Anwohner in vielen Fällen ihr Fahrzeug auf der Alpenstraße, was die Situation weiter verschärft. Ein einseitiges Parkverbot, das alternierend auf beiden Straßenseiten verhängt wird, würde die Verkehrssituation deutlich entspannen, zu weniger kritischen Begegnungen führen und das Gefahrenpotential deutlich reduzieren. Dazu müsste nur eine überschaubare Zahl von Stellplätzen aufgelöst werden, zumal auf der dann zulässigen Straßenseite die Parkflächen durchgängig genutzt werden könnten. Nach Rücksprache mit diversen Anwohnern dieses Straßenabschnittes würden ein überwiegender Teil der Anlieger dieses Vorgehen befürworten. Die mehrfach geäußerte Befürchtung, dass dann der ruhende Verkehr in die Nebenstraßen ausweichen würde, konnte im Gespräch zumeist ausgeräumt werden, weil dies in der südlicheren Alpenstraße, wo auf Höhe der 3 Inseln (Querungshilfen) beidseitige Parkverbote bestehen, nicht beobachtet werden kann. Dort parken deutlich mehr Fahrzeughalter ihr Auto auf dem eigenen Grundstück.

Um einem Anstieg der üblichen Fahrtgeschwindigkeit Einhalt zu gebieten, müsste regelmäßig die Einhaltung der Temporegelung überwacht werden. Geschwindigkeitsanzeigegeräte würden in der Anfangszeit hilfreich sein. Eine Beschränkung der Parkverbotszeit auf die Betriebszeiten der Buslinie 832 würde Anwohnern ermöglichen, in verkehrsarmen Zeiten nachts oder am Sonntag ihr Fahrzeug auf der Straße zu parken.

Der Antrag wurde am 26.11.2020 vom Gemeinderat mit großer Mehrheit beschlossen.

Initiates file downloadHier der vollständige Text des Antrages:

Grüne unterstützen Antrag Förderprogramm „Kinder- und Lastenbeförderung mit dem Fahrrad"

Beispielsfoto Lastenrad

Die Gröbenzeller Grünen unterstützen den Antrag der Agenda21-Gruppe zur Schaffung eines Förderprogramms für "Kinder- und Lastenbeförderung mit dem Fahrrad". Damit soll die Anschaffung von Lastenrädern sowie Fahrradanhängern für die Kinder- und/oder Lastenbeförderung von der Gemeinde unterstützt werden. Der Zweck ist, bequeme und taugliche Beförderungsmöglichkeiten mit dem Fahrrad zu schaffen für Menschen, die ihre Einkäufe oder auch ihre Kinder nicht mit dem Auto auf den kurzen Strecken innerhalb unseres Ortes transportieren wollen. Den Wortlaut des Antrages finden Sie hier

Neue Radwegbeschilderung in Gröbenzell und im Landkreis

Neue Fahrradwegweisung im Landkreis

Aktiven Radfahrern ist es sicher schon aufgefallen: in Gröbenzell sind ebenso wie im ganzen Landkreis Fürstenfeldbruck neue Schilder mit Fahrradwegweisern montiert worden. Das neue Radwege-Beschilderungsnetz weist durchgängige Routen für den gesamten Landkreis aus und ist mit einheitlichen, gut leserlichen weißen Schildern mit grüner Schrift gekennzeichnet, die neben dem Ziel und der Richtung auch die Entfernung und ggf. S-Bahnhöfe ausweisen.

Die Beschilderung ist ein wichtiger Bestandteil des Radwegekonzeptes, welches damit kurz vor dem Abschluss steht. Im gesamten Landkreis weisen mehr als 3.000 Schilder Radlern den Weg und ersetzen damit die alten uneinheitlichen und schwer lesbaren gelben Schilder. Bewusst in das Konzept miteinbezogen wurden bereits bestehende Wegweiser, so dass nicht alle Schilder neu erstellt werden mussten.

Da das Radwegenetz im Landkreis Fürstenfeldbruck in enger Abstimmung mit den Kommunen und den Nachbarlandkreisen entstanden ist, ließ sich ein landkreisübergreifendes Beschilderungssystem realisieren, so dass Radfahrer auch auf dem Weg z.B. ins Fünf-Seen-Land nicht die Orientierung verlieren. Touristische Routen wie z.B. der „Ammer-Amper-Radweg“, der „Ring der Regionen“ und „WasserRadlWege“ werden durch sogenannten Einhängeplaketten an den Zielwegweisern gekennzeichnet.

Grüne trauern nach Abriss um die alte Bahnhofswirtschaft / Hexe

Der kürzlich erfolgte Abriss der alten Bahnhofwirtschaft/Hexe erfüllt uns Grüne mit Trauer. Wir haben bis zuletzt versucht, politische Wege für den Erhalt des Gebäudes zu finden, etwa durch einen Tauschhandel mit den Grundeigentümern, bei dem gleichwertige Grundstücke in der Bahnhofstraße angeboten wurden. Leider ist das von anderer Seite unmöglich gemacht worden.

Die 1927 errichtete frühere Bahnhofswirtschaft war eines der ganz wenigen noch bestehenden alten Gebäude in Gröbenzell. 1953 wurde hier die ein Jahr zuvor erfolgte Gründung der Gemeinde im Beisein des damaligen Innenministers Wilhelm Hoegner feierlich begangen worden, viele Gröbenzeller Vereine wurden hier aus der Taufe gehoben. Daher war die Position der Gröbenzeller Grünen immer, sich für einen Erhalt zu engagieren, wenn auch nicht um jeden Preis.

Leider hat der noch amtierende Bürgermeister Schäfer die Immobilie Kirchenstr. 2 vor einigen Jahren an die Investoren-Firma Wohnform Wohnbau verkauft, ohne den Gemeinderat davor in Kenntnis zu setzen, oder einen Verkauf an die Gemeinde z.B. über ein Wertgutachten zu ermöglichen.

Der zweite Bürgermeister und Grünen-Gemeinderat Martin Runge wurde daraufhin vom Gemeinderat mandatiert, mit dieser Investoren-Firma über einen Tausch gegen gleichwertige Grundstücke der Gemeinde zu verhandeln. In der letzten entscheidenden Abstimmung im Gemeinderat über diesen Tauschhandel hat leider der CSU-Bürgermeisterkandidat Anton Kammerl, der sich zuvor immer als großer "Hexen-Retter" gezeigt hatte, eine entscheidende Stimme gegen diesen Tauschhandel abgegeben. 

Einen Ersatz der Hexe als Jugendgaststätte können wir uns im Gebäude der alten Polizei vorstellen, alternativ auch auf dem Gelände der früheren Esso-Tankstelle.

Wie öko ist bio? - Experten antworten auf einer Veranstaltung der Grünen

Wie öko ist Bio?“ war der etwas provokative Titel einer Veranstaltung der Grünen in Gröbenzell.

Ein hochkarätig besetztes Podium war sich einig in der Aussage, dass Bio-Landwirtschaft tatsächlich sehr viel umweltverträglicher ist als konventioneller Landbau, weil auf Gifte (wie Fungizide und Herbizide) sowie Kunstdünger verzichtet wird und damit ein erheblich verträglicherer Umgang mit den Böden und der Bio-Diversität stattfindet, was dem Erhalt der Artenvielfalt enorm hilft. Gleichzeitig wurde klar, dass im Vertrieb noch vieles zu verbessern ist, z.B. was Plastikverpackungen angeht und dass man aufpassen muss, dass mit der Ausdehnung von Biovertrieb auf Discountermärkte nicht das Ziel aus den Augen verloren wird. Dabei ist nicht alles eine Frage des Preises: würden die Deutschen statt nur 10% des Einkommens im Schnitt 12% für Lebensmittel auszugeben, würde das reichen, um fast alles in Bioqualität anbieten zu können. Die Bio-Landwirtschaft auszuweiten ist auch eines der Ziele des Volksbegehrens Artenvielfalt. Landwirtschaft, die ohne Gifte und Kunstdünger auskommt und Randstreifen mit Blühpflanzen zulässt, wäre eine Voraussetzung, um Bienen und anderen Fluginsekten einen Lebensraum zu bieten. Darum wäre es folgerichtig, den Anteil der Bio-Landwirtschaft von derzeit etwa 10% der Fläche auf deutlich mehr auszuweiten. Dann wäre es auch möglich, die ständig steigende Nachfrage aus regionalen Quellen zu bedienen, statt wie bisher Bio-Nahrungsmittel teilweise über weite Strecken zu importieren.

Kaufen also auch Sie Bio-Nahrung und achten Sie darauf, dass sie mit möglichst wenig Verpackung auskommt und eine möglichst nahegelegene Herkunft hat. Sie werden damit nicht nur sich selbst etwas Gutes tun, sondern auch der Natur, dem Grundwasser, den Böden und den Bienen.

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